Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast-Folge 282: KI im Vertrieb und Einkommensschutz für die Gen Z

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 282 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 18. September 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Der Schmolltalk fällt heute aus, weil wir zwei Interviews für Sie haben. • Mit Sebastian Pitzler von BSI Software und Oliver Schellenberger von Fachhochschule für die Wirtschaft in Hannover sprechen wir über künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb. • In den News der Woche weckt eine neue Studie Zweifel an den Krankenkassen-Fusionsplänen von Gesundheitsminister Carsten Linnemann. Der Vermittlerverband AfW warnt, dass die Nachrichtendienstreform auch Vermittler trifft. Der PKV-Verband kämpft gegen den Pflege-Soli. Und die Allianz überholt ein Auto. • Und mit Natascha Brandenburg von der Canada Life sprechen wir über den Einkommensschutz der Generation Z.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Der Schmolltalk entfällt heute.

Im Gespräch Mit Sebastian Pitzler und Oliver Schellenberger Für viele Ausschließlichkeitsvermittler gehört künstliche Intelligenz (KI) bislang nicht zum Arbeitsalltag. In einer Studie der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) und des Software-Anbieters BSI Software geben 39 Prozent der befragten Vertriebler an, KI eher selten oder nie einzusetzen. Woran das liegt, was KI bringen kann, wenn man sie denn einsetzt – und ob man aus der Studie auch Lehren für Makler ziehen kann, habe ich mit Sebastian Pitzler, Executive Vice President AI bei BSI Software, und Oliver Schellenberger, Professor an der FHDW, besprochen.

Die News der Woche Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will die Zahl der Krankenkassen drastisch reduzieren – von 93 auf maximal 20. Das soll Kosten sparen. Würde das tatsächlich etwas bringen? Das hat das DFSI Deutsches Finanz-Service Institut jetzt untersucht. Die Analysten betrachteten die Finanzdaten von 44 Krankenkassen für 2025.

Ergebnis: Zwischen Kassengröße und Nettoverwaltungskosten je Versicherten besteht kein belastbarer Zusammenhang. So lagen die gewichteten Nettoverwaltungskosten bei Kassen mit 50.001 bis 200.000 Versicherten 2025 im Schnitt bei 170 Euro je Versicherten, bei Kassen mit 200.001 bis 500.000 Versicherten dagegen bei 190 Euro. Großkassen mit über einer Million Versicherten kommen im Schnitt auf 182 Euro. Auch innerhalb der Größengruppen zeigen sich erhebliche Spannen: Die Techniker Krankenkasse kommt auf 108 Euro je Versicherten, die KKH als ebenfalls große Kasse auf 282 Euro.

Das DFSI sieht sich mit diesem Befund durch die Finanzkommission Gesundheit bestätigt, die ebenfalls keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Kassengröße und Verwaltungsausgaben feststellt und auf Österreich verweist: Dort stiegen die Verwaltungsausgaben nach der Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen zwischen 2020 und 2024 deutlich. Einsparpotenzial sieht die Kommission stattdessen in mehr Preiswettbewerb.

„Größe ist kein Effizienzsiegel“, sagt Thomas Lemke, Geschäftsführer des DFSI. Und weiter: „Eine große Krankenkasse kann sehr günstig arbeiten, sie kann aber auch sehr teuer verwalten. Fusionen können sinnvoll sein, wenn sie tatsächlich bessere Strukturen schaffen. Die Vorstellung, man müsse nur Kassen zusammenlegen und die Kosten würden automatisch sinken, wird von den Daten aber nicht getragen.“

Jingle Das Bundeskabinett hat eine Reform des Nachrichtendienstrechts beschlossen. Und die hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Teile der Finanz- und Versicherungsvermittlung, berichtet der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW. Laut dem Regierungsentwurf sollen das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst künftig Auskünfte auch von Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz verlangen können. Eine Gruppe, in die auch viele Versicherungs- und Finanzvermittler fallen.

Besonders weit reiche die Regelung bei ungebundenen Versicherungsvermittlern, so der AfW. Wer bestimmte Versicherungsprodukte vermittele, insbesondere Lebensversicherungen, sei bereits heute Verpflichteter nach dem Geldwäschegesetz. Schon ein einzelnes entsprechendes Geschäft im Kalenderjahr könne hierfür ausreichen, informiert der AfW.

„Das ist der Punkt, den viele Vermittlerinnen und Vermittler vermutlich nicht auf dem Schirm haben“, sagt Norman Wirth, geschäftsführender Vorstand des AfW. „Ein Versicherungsmakler kann überwiegend im Sach- und Gewerbegeschäft tätig sein. Vermittelt er daneben auch nur eine einschlägige Lebensversicherung, kann er bereits GwG-Verpflichteter sein. Und genau an diesen Status knüpft der neue Gesetzentwurf an.“ Auch Finanzanlagenvermittler nach Paragraf 34f Gewerbeordnung (GewO) und Honorar-Finanzanlagenberater nach 34h GewO könnten GwG-Verpflichtete sein. Hier sieht das Geldwäschegesetz allerdings Ausnahmen vor.

Nach dem Regierungsentwurf können die Auskünfte vorhandene Daten über Personen und Geschäftsbeziehungen betreffen. Über das Ersuchen darf die betroffene Person grundsätzlich nicht informiert werden. Gleichzeitig darf allein aufgrund dessen keine für sie nachteilige Maßnahme getroffen werden, etwa die Beendigung oder Beschränkung einer Geschäftsbeziehung. Der Gesetzentwurf zur Reform des Nachrichtendienstrechts hat das Bundeskabinett am 12. August 2026 beschlossen, es befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren. Er ist noch nicht geltendes Recht.

Jingle Der Kampf um den sogenannten Pflege-Soli geht in eine weitere Runde. Der Lobbyverband der privaten Krankenversicherung, der PKV-Verband, hat ein Rechtsgutachten vorgelegt, dass ein solcher Finanzausgleich rechtlich nicht zulässig sei und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) auch nicht helfen würde.

Hintergrund ist der Plan der Bundesregierung, dass sich die private Pflegeversicherung finanziell an der SPV beteiligen soll. Das Bundesarbeitsministerium verweist auf unterschiedlich verteilte Risiken. Demnach betrug die Quote der Pflegebedürftigen 2024 in der SPV 8,1 Prozent und in der privaten 4,5 Prozent. Also fast die Hälfte. Über den Ausgleich hofft das Ministerium auf 2 Milliarden Euro im Jahr für die SPV.

Nun aber der Konter des PKV-Verbands. Er zitiert den Rechtswissenschaftler Hanno Kube von der Universität Heidelberg. Der kommt im Rahmen einer Studie zu dem Schluss, dass der Finanzausgleich einer verfassungswidrigen Sonderabgabe der Privatversicherten entspricht. Auch irgendeinen Nutzen kann Kube offenbar nicht erkennen. Ein Mitglied der SPV würde gerade mal um 1,43 Euro monatlich entlastet. Zieht man den Anteil der Beihilfe ab, wären es sogar nur 70 Euro-Cent.

Außerdem rechnet Kube damit, dass die Zahl der privatversicherten Pflegebedürftigen aus demografischen Gründen demnächst schneller steigt als in der SPV (Stichwort: Babyboomer). Würde man also Risiken ausgleichen wollen, könnte das Geld im Extremfall bald von der sozialen in Richtung der privaten Pflegeversicherung fließen.

.Jingle Es gibt ja immer diese unterhaltsamen Listen, welche Marke wie viel wert ist. Hier ist wieder eine. Die Allianz hat ihren Markenwert innerhalb nur eines Jahres beträchtlich gesteigert und stieg damit auf Rang 2 der wertvollsten Marken in Deutschland auf. Das meldet das Analysehaus Brandfinance.

Demnach ist die Marke „Allianz“ inzwischen 52,6 Milliarden Euro wert. Das sind fast 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Brandfinance sieht „außergewöhnliche Finanzergebnisse und ein günstiges Zinsumfeld“ als Stützen. Außerdem habe die Allianz ihre Marke gestärkt, indem sie die Partnerschaft mit den olympischen und paraolympischen Spielen bis 2032 verlängerte. Das fördere Sympathie und Kaufbereitschaft bei Kunden und stärke den Ruf als „vertrauenswürdiges und zuverlässiges Unternehmen“.

Auf Rang 3 folgt mit Abstand ein Absteiger aus der Autobranche: Mercedes-Benz ist lediglich noch 40,4 Milliarden Euro wert, nach 47,6 Milliarden Euro vor einem Jahr. Unter anderem liegt das an schwächelnden Gewinnaussichten und dem allgemein schwierigen Umfeld für (Verbrenner-)Autos.

Ganz an der Spitze behauptete sich übrigens die Deutsche Telekom mit einem Markenwert von satten 83,4 Milliarden Euro. Die nächstplatzierten Versicherer sind Munich Re auf Rang 23, Hannover Re auf 25 und Ergo auf 32.

Im Gespräch Mit Natascha Brandenburg Viele junge Menschen wissen, dass sie ihr Einkommen absichern sollten. Theoretisch. Denn trotzdem besitzt nur ein Teil von ihnen zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das will Canada Life ändern und Vermittlern Instrumente an die Hand geben, wie man die Generation Z besser erreicht. Natascha Brandenburg aus der Vertriebsunterstützung erklärt uns das mal alles.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


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Über diesen Podcast

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von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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