Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Podcast-Folge 276: Wann sich der Markt für offene Immofonds fangen wird

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS
Transkript lesen

Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 276 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 10. Juli 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Der Schmolltalk entfällt, weil Scholle im Urlaub ist. • Bevor er in den Urlaub gedüst ist, hat sich Scholle aber mit Sonja Knorr von der Rating-Agentur Scope Fund Analysis unterhalten. Und zwar über offene Immobilienfonds. • Und in den News der Woche zeigt ein Rating, dass sich die Beitragsstabilität in der PKV verschlechtert hat. Mit bAV und bKV punkten Arbeitgeber bei ihren Mitarbeitenden am ehesten. Die Schadenhöhe durch Cyberangriffe ist im Schnitt gesunken. Und das Finanzwissen der Deutschen scheint besser als gedacht.

Übrigens: Wenn Sie unseren Podcast schön und gut finden, dann zeigen Sie uns das gerne und bewerten Sie uns auf Ihrer Podcast-Plattform doch mit 5 Sternen.

Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Der Schmolltalk entfällt.

Im Gespräch Mit Sonja Knorr, Scope Eigentlich sollen offene Immobilienfonds Ruhe und Stabilität ausstrahlen. Stichwort: Betongold. Doch seit 2022 ist es dort enorm hektisch. Milliarden fließen ab, Fonds müssen schließen. Und mit dem Leading Cities Invest von Kanam wird jetzt sogar einer abgewickelt. „Was ist da denn los, und wann fängt sich die Branche endlich wieder?“, wollen wir nun natürlich wissen. Unser Scholle hat bei Sonja Knorr nachgefragt. Sie leitet die Abteilung für Alternative Investments in der Rating-Agentur Scope Fund Analysis und hat in der Funktion Studien über offene Immobilienfonds verfasst. Und ja, sie hat gute Nachrichten und erklärt ganz nebenbei, wie komplex solche Produkte sind.

Hier geht es zur Studie „Offene Immobilienfonds – Ratings & Marktstudie 2026“ von Scope. https://www.scopeexplorer.com/news/offene-immobilienfonds-ratings-and-marktstudie-2026/111345 https://saprodscopeexplorer01.blob.core.windows.net/public/reports-links/Scope_Offene_Immobilienfonds_Gesamtmarktstudie_2026.pdf

Die Ratings der offenen Immobilienfonds lassen sich über die Website www.scopeexplorer.com abrufen. Gibt man in die Suchmaske auf der Startseite eine ISIN ein, erscheint eine Liste der Immobilienfonds inklusive Rating. Das geht nur in Verbindung mit einem konkreten Fonds und es gibt keinen Link zu einer vollständigen Liste, die ohne die Hervorhebung eines Fonds auskommt.

Die News der Woche Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind zuletzt deutlich gestiegen. Für den Rating-Jahrgang 2026 hat das Analysehaus Morgen & Morgen einen durchschnittlichen Zuwachs von 4,88 Prozent ermittelt – deutlich höher als der Vorjahreswert von 3,54 Prozent.

Als wesentliche Treiber für die Beiträge sehen die Experten von Morgen & Morgen die weiter steigenden Behandlungskosten infolge des medizinischen Fortschritts, die allgemeinen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und die Inflation. Hinzu komme die Bestandsalterung durch die steigende Lebenserwartung der Versicherten.

Die starken Beitragserhöhungen belasten die Ergebnisse des M&M Ratings PKV Beitragsstabilität 2026. „Es gibt eine Verschiebung im Rating weg von den Höchstbewertungen“, sagt Iris Portugall, Spezialistin für Ratings und Aktuarin bei Morgen & Morgen. Aber sie sieht die Ergebnisse nicht nur negativ: „Die Entwicklung überrascht nicht. Mit steigenden Leistungsausgaben und dem zunehmenden Alter der Tarife war eine weitere Verschiebung der Sterneverteilung zu erwarten. Entscheidend ist jedoch: Auch unter diesen anspruchsvolleren Rahmenbedingungen erreichen weiterhin zahlreiche Tarife eine gute oder sehr gute Bewertung. Das zeigt, dass Beitragsstabilität weiterhin möglich ist.“

Jingle Die Betriebsrente ist die beliebteste Zusatzleistung, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden bieten. In einer Umfrage von Allianz Pension Partners zählt die betriebliche Altersversorgung (bAV) für jeden zweiten Arbeitnehmer und rund zwei Drittel der Arbeitgeber zu den drei wichtigsten Zusatzleistungen eines Unternehmens.

Platz 2 der Top-Benefits geht an die flexible Arbeitszeitgestaltung. Auf dem dritten Platz landet die betriebliche Krankenversicherung (bKV) beziehungsweise das betriebliche Gesundheitsmanagement. Für jeden vierten befragten Arbeitnehmer und jeden vierten Arbeitgeber gehört ein solches Angebot zu den besten Zusatzleistungen.

Für Heinke Conrads, die im Vorstand der Allianz Lebensversicherung das Firmenkundengeschäft verantwortet, ist die Beliebtheit der Betriebsrente nicht überraschend: „Sie bietet eine ideale Ergänzung der gesetzlichen Rente, weil hier Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam für ein zusätzliches Einkommen sorgen. Sie steht zu Recht auf Platz 1 der Beliebtheitsskala und ist damit das wichtigste Element, wenn sich Arbeitgeber mit Zusatzleistungen als hoch attraktiv darstellen möchten.“ Tatsächlich ist es vier von zehn Befragten ein wichtiges Anliegen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen.

Das ist aber nicht die einzige Herausforderung. Noch dringender ist für die Unternehmen die Gewinnung neuer Mitarbeiter. 65 Prozent nennen das als eine der größten personalpolitischen Herausforderungen. Und rund die Hälfte der befragten Firmen sehen aktuell eine Reduzierung des Krankenstandes als eine der entscheidenden Aufgaben.

Jingle Nicht nur Konzerne, auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Selbstständige sind Cyberrisiken ausgesetzt. Das ist vielen von ihnen auch bewusst. 60 Prozent stufen Cyberschäden als relevantes Risiko ein. Fast ein Drittel bewertet das Risiko, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre Ziel einer Cyberattacke wird, als „hoch“ oder „eher hoch“. Und jedes dritte der befragten Unternehmen sieht sogar seine Existenz im Falle eines massiven Cyberschadens gefährdet. Das sind einige Ergebnisse der Cyberstudie 2026 der HDI Versicherung.

Auch wenn heute bereits viele Cyberangriffe abgewehrt werden können, die Gefahr bleibt real. Rund 35 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen im Verlauf der vergangenen fünf Jahre mindestens einmal Ziel einer Cyberattacke geworden sei. Die durchschnittliche Schadenhöhe bei erfolgreichen Angriffen ist laut der HDI Cyberstudie 2026 allerdings gesunken. In der diesjährigen Umfrage lag sie bei rund 25.000 Euro. In den Vorgängerstudien seit 2022 war sie mit mindestens 68.000 Euro wesentlich höher.

„Die deutlich gesunkene Schadenhöhe kann bedeuten, dass viele Unternehmen inzwischen routinierter mit der Bedrohung umgehen, präventive Maßnahmen greifen und Angriffe schneller eingegrenzt werden“, sagt Peter Bertram. Der Leiter Produktmanagement und Underwriting Cyber der HDI Versicherung gibt aber zu bedenken: „Neue Gefahr droht, wenn aus Routine Nachlässigkeit wird und der Fokus auf die Cybersicherheit nachlässt.“

Zur Vorsorge nutzen die meisten Befragten (87 Prozent) Maßnahmen wie Firewalls oder automatische Backups. Weitere verbreitete Präventionsmaßnahmen sind Schulungen von Mitarbeitenden (71 Prozent) und organisatorische Maßnahmen wie IT-Richtlinien oder Sicherheitsstrategien (69 Prozent).

Zentrale Schwachstelle und Einfallstor in die Unternehmens-IT bleibt der Mensch. Phishing-Mails sind weiterhin die häufigste Angriffsmethode, gefolgt von E-Mails mit Schadsoftware und versehentlichem Download von Schadsoftware aus dem Internet.

.Jingle Finanzwissen in Deutschland ist zwar kein Selbstläufer, aber durchaus verbreitet. So geben in einer länderübergreifenden Studie der Börse Stuttgart Group immerhin 68 Prozent der befragten Deutschen an, zu Finanzthemen sehr gut oder gut informiert zu sein. In Spanien sind es 67 Prozent, in Italien 63 Prozent und Frankreich 57 Prozent.

An der Befragung nahmen 6.000 Personen aus den vier Ländern teil. Im Schnitt liegt der Anteil der nach eigener Einschätzung gut Informierten Personen bei 65 Prozent, wobei sich unter den Jungen (18 bis 29 Jahre) sogar 69 Prozent als finanziell gut gebildet sehen. Als Informationsquelle für Finanz- und Investment-Entscheidungen steht das Internet mit 37 Prozent hoch in der Gunst der Befragten, ebenso Partner, Familie und Freunde mit 36 Prozent sowie im Finanzbereich tätige Personen mit 33 Prozent.

Und welche Leistungen erwarten die Befragten in den kommenden drei Jahren von ihrer Bank? Personalisierte Investments werden mit 37 Prozent am häufigsten genannt, dahinter folgt die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in die Finanzberatung mit 24 Prozent.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


Kommentare


Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.

Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

Abonnieren

Follow us