Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast-Folge 274: Lassen sich in Fondspolicen gute Portfolios bauen?

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 274 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 26. Juni 2026.

Und diese Themen habe ich heute für Sie: • Der Schmolltalk entfällt heute, weil Schmiddi schon wieder unterwegs ist. Diesmal auf den Vema-Tagen in Erfurt. • Dafür spreche ich mit Thorsten Dorn von Smart Asset Management darüber, wie gut man in Fondspolicen inzwischen Investmentportfolios bauen kann. • Und in den News der Woche liegen die Vorschläge für die Rentenreform auf dem Tisch. Die Kosten für Fondspolicen sinken. Offene Immobilienfonds stehen gut da. Und die Menschen zeigen sich gegenüber der Pflicht-bAV geteilter Meinung.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Der Schmolltalk entfällt, weil Schmiddi gar nicht da ist.

Im Gespräch Mit Thorsten Dorn, SAM Wenn Fondspolicen mit herkömmlichen Investmentdepots mithalten wollen, müssen sie ausreichend große Fondsangebote vorhalten. Wie gut die inzwischen sind und ob sich daraus optimale Portfolios bauen lassen, das ermittelt regelmäßig Smart Asset Management Service, kurz Sam. Die neue Studie liegt nun vor, und über die rede ich nun mit Geschäftsführer Thorsten Dorn. Und ja, er hat gute Nachrichten zu vermelden.

Die von Thorsten Dorn genannte Website, über die sich Vermittler Portfolios zusammenstellen können: https://performance-factory.de/

Die News der Woche Beginnen wir mit dem Kracher der Woche. Denn die durch die Regierung eingesetzte Rentenkommission hat ihre Erkenntnisse und Ergebnisse vorgestellt. Kern der Vorschläge ist eine zusätzliche kapitalgedeckte Säule, die gesetzliche Kapitalrente. Sprich: Ein zusätzlicher Beitrag soll in der Arbeitsphase in Aktien- und Rentenfonds fließen. Später sorgt das Guthaben für eine zusätzliche, individuelle Rente. Als Vorbild gilt Schweden. Los geht es 2028 mit einem Beitrag von einem Prozent, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Hälfte zahlen. Später soll es auf 2 Prozent gehen. Das Geld soll ein Staatsfonds verwalten.

Das würde dem schwedischen Modell entsprechen. Dort verwaltet der Staat die AP7-Fonds, je einen für Aktien und für Anleihen. Umgerechnet 142 Milliarden Euro liegen inzwischen allein im Aktienfonds. Und der ist mit einer jährlichen Gesamtgebühr von 0,07 Prozent enorm günstig. Die Vorschläge der Rentenkommission würden das kopieren, denn laut Bericht soll der Fonds nicht teurer als 0,1 Prozent im Jahr werden.

Hinzu kommen weitere Vorschläge, die das Rentensystem auf Vordermann bringen sollen. Hier nur ein paar Highlights:

  1. Abgeordnete (Bundestag und Landtag) sollen zusätzlich in die gesetzliche Rente eintreten. Ebenso wie Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften
  2. Nicht anderweitig abgesicherte Neu-Selbstständige müssen sich gesetzlich rentenversichern (bestehende Selbstständige können per Opt-out ausdrücklich widersprechen)
  3. Die „Rente mit 63“ soll verschwinden. Vorzeitig in Rente soll man nur noch aus gesundheitlichen Gründen gehen dürfen
  4. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll ab 2031 wieder greifen (er begrenzt Rentenanstiege, wenn sich das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern ungünstig entwickelt). Der Parameter „Alpha“ soll steigen und die demografische Belastung besser auf Rentner und Beitragszahler verteilen
  5. Ab 2032 soll sich das Renteneintrittsalter an der Lebenserwartung orientieren. Es greift das Zwei-zu-eins-System – zwei Jahre längere Lebenszeit sollen sich auf ein Jahr Arbeits- und ein Jahr Rentenzeit verteilen. Sinkt die Lebenserwartung, sinkt auch das Rentenalter
  6. Auf Minijobs werden volle Rentenbeiträge fällig (ausgenommen Schüler-Jobs)
  7. Betriebliche Altersvorsorge bleibt freiwillig

Jingle Die Finanzaufsicht Bafin meldet einen für vorsorgende Menschen erfreulichen Trend: Die Kosten für fondsgebundene und hybride Lebensversicherungen sinken deutlich. Die Bafin vergleicht dazu die sogenannten Effektivkosten von heute mit denen von 2021. Die Effektivkosten geben an, wie stark anfallende Kosten die jährliche Rendite einer Lebensversicherung (auch: Fondspolice) drücken.

Allerdings schränkt die Bafin die gute Nachricht ein: Dort, wo die Kosten ohnehin schon niedrig liegen, sind sie kaum noch weiter gesunken. Und im teuersten Viertel liegen sie noch zu hoch. Noch immer bringen es manche Produkte auf Effektivkosten von mehr als 3 Prozent im Jahr.

Und weiteres hat die Bafin beobachtet: Besonders deutlich ging es bei Produkten hinab, die regulär zum Ende der Ansparphase auslaufen. Im teuersten Viertel des Markts fielen die Effektivkosten dann bei einer typischen Laufzeit von 30 Jahren um mehr als 0,4 Prozentpunkte, auf 1,9 Prozent. Ein Grund dafür ist, dass die Kosten für die Anlagen an sich sinken. Denn viele Versicherer bieten ETFs oder andere Indexfonds an, die von Haus aus deutlich günstiger sind als aktiv gemanagte Fonds.

Was hingegen die Kosten treibt, ist der Umstand, dass noch immer viele Kunden ihre Verträge vorzeitig kündigen. Dann verteilen sich Abschlusskosten auf einen verkürzten Zeitraum – und liegen damit im Schnitt pro Jahr höher. Laut Bafin beendet bei 30 Jahren Sparphase die Hälfte der Kunden ihren Vertrag schon nach 15 Jahren. In solchen Fällen landen die Verträge dann im teuersten Viertel des Markts bei etwa 3,2 Prozent. Im Vergleich zur regulären Beendigung sind das 1 bis 1,5 Prozentpunkte mehr.

Jingle Und noch eine Analyse. Die Rating- und Analyse-Agentur Scope Fund Analysis hat offene Immobilienfonds abgeklopft. Das Ergebnis dürfte all jene beruhigen, die nervös sind, nachdem in diesem Jahr zwei solche Produkte vorübergehend kein Anlegergeld mehr zurückzahlen.

Wie schon im Jahr zuvor zogen Anleger auch 2025 mit per Saldo 7,6 Milliarden Euro massiv Geld ab. Die Anbieter konnten alle auszahlen. Weil sie aber noch vorliegende Kündigungen bedienen müssen, dürfte es auch in diesem Jahr mit hohen Abflüssen noch weiter gehen, heißt es von Scope. Allerdings gehen die Kündigungen endlich zurück.

Immerhin haben die Anbieter reagiert. Sie halten insgesamt 15 Milliarden Euro in Cash. Das entspricht einer Liquiditätsquote von beachtlichen 14,8 Prozent. Und Maßnahmen sollen schützen: Die Mehrheit der Anbieter erhebt nun Rücknahmegebühren, sobald zu viele Anleger gleichzeitig aussteigen wollen. Manche beschränken solche Rücknahmen, wenn Engpässe drohen.

Die Scope-Analysten sehen das alles mit Wohlwollen. Die Maßnahmen könnten extreme Krisen abmildern und Vertrauen schaffen, dass die Fonds funktionieren. Allerdings wäre eine brancheneinheitliche Herangehensweise für Anleger und Vertrieb besser, weil übersichtlicher gewesen.

.Jingle Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland würde eine Pflicht zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) gut finden. Doch die Ablehnung ist mit 39 Prozent ebenfalls hoch. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der DEVK hervor, für die das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Juni 2.500 Erwerbstätige befragt hat.

Trotz der gespaltenen Haltung zur Pflicht zeigt die Umfrage eine erhebliche Bereitschaft der Arbeitnehmer, selbst fürs Alter vorzusorgen. Rund 28 Prozent würden monatlich 50 bis 100 Euro ihres Bruttogehalts in eine bAV einzahlen. Weitere 20 Prozent können sich sogar Eigenanteile von bis zu 200 Euro vorstellen.

Deutlich geringer ist die Zustimmung für noch höhere Beiträge. Nur 13 Prozent der Befragten sind bereit, mehr als 200 Euro monatlich zu investieren. Ebenso fällt der Anteil derjenigen, die weniger als 50 Euro einzahlen würden, mit 14 Prozent eher gering aus. Allerdings gibt auch rund jede sechste befragte Person an, grundsätzlich keine zusätzliche Altersvorsorge über den Betrieb zu wünschen.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

Abspann


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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