Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast-Folge 273: Mobiles Arbeiten im Ausland – wie richtig beraten?

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 273 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 19. Juni 2026.

Und diese Themen habe ich heute für Sie:

• Der Schmolltalk entfällt heute, weil Schmiddi beim 34. Jubiläum des AfW in Berlin auf den Tischen tanzt. Aber ich erzähle Ihnen dafür ein bisschen von der Hüttentour und unserem Heftgeflüster. • Schmiddi hat sich mit Philipp Belau, Geschäftsführer der BDAE Gruppe, über Trends, Digitalisierung und neue Chancen für Makler im Bereich internationale Absicherung von Arbeitskräften unterhalten. • Und in den News der Woche stellen die Versicherer Ideen für ein bAV-Basisprodukt vor. Die Bürger wollen frei wählen können, ob sie lieber gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Die Bürger wünschen sich gut 7 Prozent Rendite auf ihre Anlagen, investieren ihr Geld aber falsch. Und es gibt Prognosen, dass eine Demenzwelle über Deutschland schwappen wird.

Übrigens: Wenn Sie unseren Podcast schön und gut finden, dann zeigen Sie uns das gerne und bewerten Sie uns auf Ihrer Podcast-Plattform doch mit 5 Sternen.

Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Unsere Hüttentour liegt hinter uns. Schön war’s. Meinen ausführlichen Reisebericht dazu finden Sie hier: https://www.pfefferminzia.de/branche/wie-ich-die-pfefferminzia-gipfeltour-ueber-aeh-erlebte/

Ein schniekes Video mit Highlights haben wir auch für Sie: https://www.pfefferminzia.de/branche/pfefferminzia-gipfeltour-2026-networking-auf-ueber-2-000-metern/

Und anmelden für 2027 kann man sich auch bereits: https://gipfeltour.pfefferminzia.de/

Im Gespräch Mit Philipp Belau, BDAE Gruppe Remote Work, Homeoffice im Ausland und digitale Nomaden verändern die internationale Versicherungswelt grundlegend. Schmiddi hat sich dazu mit Philipp Belau, Geschäftsführer der BDAE Gruppe unterhalten. Es geht um Trends wie mobiles Arbeiten, Digitalisierung und neue Beratungschancen für Makler.

Die News der Woche Die deutschen Versicherer haben sich Gedanken gemacht, wie man die Betriebsrente in kleineren Unternehmen voranbringen kann. Ergebnis: ein stark standardisiertes Basisprodukt mit Opt-out-Modell. Es ist als Direktversicherung konzipiert, baut auf bestehenden Systemen auf und soll weder tarifliche Lösungen noch weitergehende betriebliche Angebote ersetzen, betont der Versichererverband GDV, der das Konzept vorgestellt hat.

Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Punkte: • ein einfacher Zugang, • wenige klare Wahlmöglichkeiten, • ein transparenter Ansparprozess, • eine lebenslange Auszahlung im Rentenalter und • eine Kapitalgarantie in Höhe von 80 Prozent der eingezahlten Beiträge während der Ansparphase.

Wechselt ein Beschäftigter den Arbeitgeber, soll der Vertrag kostenfrei in ein neues Basisprodukt oder eine bestehende bAV-Lösung übertragen werden können. Administrative Aufgaben wie Beitragseinzug, Datenaustausch oder Versicherungsnehmerwechsel sollen über eine neu einzurichtende zentrale Clearingstelle der Versicherungswirtschaft laufen.

Hintergrund des Vorschlags ist eine Civey-Befragung im Auftrag des GDV unter 500 Personalern. Demnach sehen zwei Drittel der Unternehmen großen politischen Handlungsbedarf bei der bAV, obwohl knapp 68 Prozent bereits eine betriebliche Altersversorgung anbieten.

Als größte Hürden der bAV nennen die Befragten die Arbeitgeberhaftung (42 Prozent), hohen Aufwand (39 Prozent), Rechtsunsicherheit (38 Prozent) und komplexe gesetzliche Regelungen (36 Prozent). Am mangelnden Interesse der Beschäftigten liegt es laut Umfrage nicht: Nur gut 11 Prozent der Unternehmen sehen darin ein Hemmnis.

Jingle Die Bundesregierung will im Zuge der GKV-Reform die Hürde für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung erhöhen. Wie der PKV-Verband berichtet, soll die Versicherungspflichtgrenze außerordentlich um 3.600 Euro pro Jahr steigen. Zusammen mit der regulären Anhebung müssten Angestellte künftig voraussichtlich über 84.400 Euro verdienen, um die GKV kündigen zu können. „Fast eine Millionen Menschen in Deutschland verlieren dadurch ihre Wahlfreiheit“, heißt es vom Verband.

Das finden viele Deutsche blöd. Laut einer repräsentativen INSA-Umfrage wünschen sich 52 Prozent der Menschen, dass Angestellte unabhängig von ihrem Einkommen zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen können. Nur 15 Prozent lehnen diese Wahlfreiheit ab. Ein Drittel ist unentschieden oder hat keine Meinung.

Der PKV-Verband warnt vor den Folgen für den Wettbewerb im Gesundheitssystem. Ohne den Zugang der Angestellten zur PKV entfalle der Anreiz für GKV und PKV, sich gegenseitig zu besseren Leistungen zu besseren Konditionen zu treiben, glaubt er.

Jingle Hach ja, die Deutschen und ihre Geldanlagen. Das ist schon lange ein interessantes Thema. Jetzt stecken Privatanleger offenbar in einem Widerspruch fest. Sie erwarten im Schnitt eine jährliche Rendite von 6,7 Prozent, halten aber 34 Prozent ihres investierbaren Vermögens in Cash. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Fidelity International. Dafür befragte die Fondsgesellschaft 13.000 Privatanleger in Europa und Asien – darunter 1.000 in Deutschland.

Warum halten so viele Menschen an Cash fest? Die Gründe: • Wunsch nach Notgroschen (44 Prozent), • kurzfristiger Bedarf (18 Prozent), • Sorge vor möglichen Verlusten (12 Prozent), • warten auf bessere Marktbedingungen für Investments (7 Prozent).

Der Konflikt entsteht dadurch, dass die finanziellen Ziele der Deutschen mit fast 7 Prozent jährlicher Rendite eben recht ehrgeizig sind. 70 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, das zu erreichen. Wer das Geld aber überwiegend auf Spar- oder Girokonten parkt, dürfte das kaum schaffen: Laut Fidelity droht bei einem reinen Cash-Portfolio über zehn Jahre sogar Kaufkraftverlust – und Anleger könnten fast 40 Prozent hinter ihren Rendite-Erwartungen zurückbleiben.

Immerhin zeigen sich viele Anleger offen für Kurskorrekturen: 36 Prozent wollen künftig von Cash in Aktien umschichten, 12 Prozent in Anleihen. Als wichtigste Voraussetzung nennen sie Steueranreize, bessere Informationen zu den Anlagen und mehr Aufklärung darüber, wie Geldanlage überhaupt funktioniert.

Jingle Deutschland hat ein doppeltes demografisches Problem: Die Zahl der Demenzerkrankten könnte bis 2060 von heute rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen steigen. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter, die die Versorgung sicherstellen können.

Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln. Kam im Jahr 2020 rein rechnerisch noch ein Demenzfall auf rund 38 Personen im erwerbsfähigen Alter, werden es im Jahr 2060 nur noch 21 sein. Die Demenzdichte steigt also deutlich.

Besonders drastisch wird diese Entwicklung wohl in ländlichen Regionen ausfallen. Während die Demenz-Prävalenz im Jahr 2060 in München bei 1,7 Prozent liegen dürfte, werden für den brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster 6,2 Prozent prognostiziert – mehr als das Dreieinhalbfache. Ländliche Regionen im Osten Deutschlands sind damit gleich doppelt belastet: eine überdurchschnittlich alte Bevölkerung trifft auf eine schwindende Zahl potenzieller Pfleger.

Die Prognosen zeigen aber auch: Das Szenario ist nicht unvermeidbar. Es könnte gelingen, die Demenz-Rate zu senken. Durch gezielte Prävention – etwa bessere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, höheres Bildungsniveau, Verzicht auf Rauchen und soziale Isolation. Dann könnten die Fallzahlen im Jahr 2060 zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisiert werden.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

Abspann


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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