Podcast-Folge 272: Wie man Makler richtig betreut
Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 272 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 12. Juni 2026.
Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Der Schmolltalk entfällt heute, weil Scholle im Rahmen unserer Hüttentour auf einem Berg rumkraxelt. Aber ich möchte Sie zu einem Roundtable einladen. • Scholle hat sich vor einigen Wochen mit Katharina Tombusch, Leiterin Maklerdirektion Nord im Konzern Versicherungskammer, darüber unterhalten, wie man Makler heute richtig betreut. • Und in den News der Woche hat sich die Schaden-Unfall-Sparte etwas erholt. Die größten Unfallrisiken für Kinder liegen daheim. Bis Geld in der Berufsunfähigkeit fließt dauert es oft lange. Und eine eigene Immobilie bleibt für viele Bürger gefühlt unerreichbar.
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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Da prallt schon ordentlich was aufeinander: Lieferkettenchaos, Cyberattacken, Schadeninflation, KI-Risiken – das Marktumfeld für Gewerbemakler ist gerade hochkomplex. Wie damit umgehen? Welche Themen bei den Gewerbekunden jetzt auf die Agenda heben?
Auf diese und viele weitere Fragen gehen wir in einem Live-Roundtable ein. Am 16. Juni um 14 Uhr geht es los!
Ich werde mich dabei mit folgenden Experten unterhalten: • Andreas Brunner, Vorstandsvorsitzender, Vema • Holger Janke, Leiter des Makler- und Assekuradeursvertriebs, rhion.digital und • Jens Steiniger, Leitung Makler Vertiebsunterstützung, Helvetia Deutschland
Unser Pfeffi-Geschäftsführer Jan Roß wird außerdem mit Stefan Feuser von der Aventus Maklergruppe, einen Blick auf Gewerbemakler und ihre Zukunft werfen. Und mit Daniel Dierkes von SureIn spricht er darüber, wie Makler ihre Effizienz erhöhen können, etwa durch den Einsatz von KI.
Es wird auch wieder einen Live-Chat geben, das heißt Sie können während des Roundtables Fragen zum Gewerbemarkt stellen – und wir beantworten Sie dann.
Den Link zur Anmeldung gibt es in den Shownotes. Das Ganze ist kostenfrei. https://roundtable.pfefferminzia.de/
Im Gespräch Mit Katharina Tombusch, Konzern Versicherungskammer „Mit Unhöflichkeit ist noch niemand irgendwann weitergekommen“, sagt Katharina Tombusch. Sie weiß, wovon sie redet. Denn als Leiterin der Maklerdirektion Nord im Konzern Versicherungskammer hat sie nicht selten mit Konflikten zwischen Maklern und Kunden zu tun – und muss deeskalieren. Scholle hat Katharina vor einigen Wochen auf der Aruna-Messe in der Berliner Kulturbrauerei getroffen und vor’s Mikrofon geholt. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie man Makler heutzutage richtig betreut.
Die News der Woche Nach mehreren Jahren mit hoher Schadeninflation und belastenden Naturgefahrenereignissen hat sich die Lage der deutschen Schaden- und Unfallversicherer 2025 stabilisiert. Die Beitragseinnahmen stiegen branchenweit um 7,7 Prozent auf 99,7 Milliarden Euro. Das zeigt der aktuelle Marktausblick der Kölner Rating-Agentur Assekurata. Allerdings gibt es von Seiten der Analysten keine Entwarnung für Branche. Denn sie wächst im Moment vor allem durch Beitragserhöhungen, und nicht durch eine Ausweitung des versicherten Bestands.
Besonders auffällig ist diese Entwicklung in der KFZ-Versicherung: Nach mehreren verlustreichen Jahren erzielte die Sparte 2025 erstmals wieder ein positives versicherungstechnisches Ergebnis. Die Versicherer erhöhten aber auch die Prämien um 13,4 Prozent – der stärkste Zuwachs aller Zweige.
Das war angesichts der stark gestiegenen Preise in den Autowerkstätten auch nötig. Assekurata befürchtet aber, dass manche Anbieter die Rückkehr in die Gewinnzone jetzt nutzen könnten, um wieder aggressiv in den Preiswettbewerb einzusteigen. Und wenn einige übereifrige KFZ-Versicherer mit Preisnachlässen in die nächste Wechselsaison starten, könnte das mühsam erreichte Ergebnis der Erholung verpuffen.
Für 2026 erwartet Assekurata übrigens ein gebremstes Wachstum von 3,5 bis 5,0 Prozent für die Schaden- und Unfallversicherer. Die schwache gesamtwirtschaftliche Dynamik in Deutschland dürfte Investitionen, Konsum und damit auch die Versicherungsnachfrage dämpfen.
Jingle Die meisten Unfälle erleiden Kinder auf Spielplätzen oder Straßen? Irrtum! Tatsächlich geschehen sie zu Hause, in den heimischen vier Wänden. Das weiß allerdings nur ein Drittel der Eltern, wie aus einer Yougov-Umfrage im Auftrag des Versichererverbands GDV unter 1.027 Eltern hervorgeht. Darunter 800 Eltern mit Kindern unter 13 Jahren.
Demnach schätzen 65 Prozent der Befragten ihr Zuhause als sicher ein. Doch das könnte zu hoch gegriffen sein. „Viele Eltern sind nicht sorglos, aber zwischen Risikobewusstsein und konkretem Handeln klafft eine Lücke“, erklärt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV. „Fast die Hälfte der Eltern sieht Verbrennungen am Herd als relevantes Risiko, aber nur 29 Prozent haben einen Herdschutz installiert.“
Nur 33 Prozent haben große Möbel gegen das Umkippen gesichert. Nur 37 Prozent haben Treppengitter installiert. Und die Liste geht noch weiter. Dahinter steckt gar nicht mal böser Wille, die Eltern schieben die Maßnahmen einfach nur immer wieder auf.
Um Eltern zu helfen, Risiken im Alltag besser einzuschätzen, haben der GDV und die BAG „Mehr Sicherheit für Kinder“ den Kinderunfall-Check entwickelt. Das kostenlose Online-Tool richtet sich an Eltern von Kindern bis 13 Jahren und umfasst bis zu zwölf Fragen. Es zeigt, welche Schutzmaßnahmen bereits umgesetzt sind und wo Sicherheitslücken bestehen könnten.
Jingle Die Rating-Agentur Franke und Bornberg hat die Leistungspraxis von 16 Berufsunfähigkeitsversicherern geprüft. Mehr als 36.000 Leistungsfälle aus dem Jahr 2024 schauten sich die Analysten dafür an. Ergebnis: Die Anerkennungsquote bleibt stabil bei fast 80 Prozent, das ist gut.
Doch der Zeitraum, bis das Geld fließt, hat sich weiter verlängert und erreicht im Schnitt 201 Tage. Zum Vergleich: 189 Tage waren es im Jahr 2023. Die Anerkennung eines BU-Falls dauert durchschnittlich 192 Tage, die Ablehnung 208 Tage. Den höchsten Wert weisen Leistungsfälle aufgrund psychischer Erkrankung auf: Hier dauert eine Anerkennung im Schnitt 286 Tage. Das liegt vor allem an zwei Gründen: Die Einschätzung und Diagnose der Erkrankungen ist komplex. Und es ist schwierig, bei psychischen Leiden einen exakten BU-Grad festzulegen.
Stabil bleibt hingegen die Gesamtanerkennungsquote. Sie liegt unabhängig von der Rentenhöhe bei knapp 80 Prozent. Das ist ein belastbarer Beleg dafür, dass berechtigte Ansprüche in der Mehrheit der Fälle anerkannt werden. Fast 60 Prozent der Ablehnungen erfolgen aus medizinischen Gründen – der versicherte BU-Grad wurde nicht erreicht.
.Jingle Der Wunsch der Deutschen nach den eigenen vier Wänden ist und bleibt groß. Aber 46 Prozent der Bürger bezweifeln, dass sie sich einen Immobilienkauf in ihrer Region auch leisten können. Ein Jahr zuvor lag der Wert bei 39 Prozent. Das geht aus der Leistbarkeitsstudie des Baufinanzierers Interhyp hervor, für die rund 1.000 Menschen befragt wurden.
39 Prozent der Befragten nehmen den Immobilienmarkt demnach als „überdreht“ wahr. Rund 69 Prozent geben an, dass die Preise in den vergangenen zwölf Monaten weiter gestiegen sind. Eine Entlastung bei den Immobilienpreisen spüren nur noch 26 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent).
Trotz allem steigen die kalkulierten Budgets deutlich: Im Schnitt planen Kaufinteressierte aktuell mit rund 384.000 Euro – nach etwa 349.000 Euro im Vorjahr. Sie unterschätzen aber, wie lange das Ansparen von Eigenkapital dauert. 54 Prozent glauben, ihr Ziel in weniger als fünf Jahren zu erreichen. Die Erfahrung von bereits erfolgreichen Käufern zeigt aber ein anderes Bild: Zwei von drei benötigten mehr als fünf Jahre, jeder Dritte sogar über zehn Jahre.
Hinzu kommt, dass viele Suchende gar nicht wissen, wo ihre monatliche Belastungsgrenze liegt. Nur rund 34 Prozent derjenigen, die in den nächsten ein bis zwei Jahren kaufen wollen, haben ihre tragbare monatliche Rate konkret ausgerechnet.
Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.
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