Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast: Ombudsfrau über Beschwerderekord

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 267 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 08. Mai 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk widmen wir uns einem kritischen Beitrag über Provisionen. • Mit Versicherungsombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf sprechen wir über die erneut gestiegene Zahl der Beschwerden zu Versicherern – und woran das liegt. • Und in den News der Woche bläst die BIG Direkt Gesund die Fusion mit Salus BKK ab. In der Lebensversicherung sind die Solvenzquoten gestiegen. Der GDV meldet Zahlen zu Naturgefahren. Und FM hat die Länder mit dem robustesten Wirtschaftsumfeld ermittelt.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Das ARD-Finanzformat „50k“ hat sich vor einigen Wochen mit Kosten und Provisionen für Beratung befasst. Ein Beitrag, der nun auch den Videoproduzent Stephan Peters auf den Plan gerufen hat. Darüber sprechen wir im Schmolltalk. https://www.pfefferminzia.de/branche/stephan-peters-arbeitet-sich-an-50k-beitrag-zur-provision-ab/

Und: Die Altersvorsorgereform wirbelt den Markt für private Altersvorsorge durcheinander. Was machen mit alten Riester-Verträgen? Wie sieht die neue Förderung aus? Was sollten Makler jetzt tun? Darüber sprechen wir mit sechs Experten bei unserem Live-Roundtable am 12. Mai. Jetzt kostenfrei anmelden! https://www.pfefferminzia.de/vorsorge/pfefferminzia-roundtable-riester-war-gestern-was-kommt-jetzt/

Im Gespräch Mit Versicherungsombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf Die Zahl der Beschwerden über Versicherer hat ein neues Hoch erreicht. Das geht aus dem Jahresbericht von Versicherungsombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf hervor, den sie vergangene Woche vorlegte. Welche Sparten sind betroffen, worüber regen sich die Menschen auf? Und wie ist die ebenfalls steigende Zahl an Vermittlerbeschwerden zu erklären? Darüber sprechen wir jetzt.

Übergangsjingle Die News der Woche Eigentlich wollten sich die Krankenkassen BIG Direkt Gesund und Salus BKK Anfang 2027 zusammenschließen. Doch daraus wird nun nichts mehr. Man habe sich „nach intensiver Analyse entschieden, die geplante Fusion mit der Salus BKK nicht weiterzuverfolgen und die Kooperation zu beenden“, teilt die BIG Direkt Gesund mit. Man passe strategisch nicht zusammen.

Wobei die Entscheidung ausdrücklich von Seiten der BIG Direkt Gesund kam, wie unsere Nachfrage bestätigte. Nun prüfe man „grundsätzlich Optionen, die unsere strategische Weiterentwicklung sinnvoll unterstützen“, heißt es weiter. Das könne auch Kooperationen und Fusionen einschließen – aber „immer mit Augenmaß und ohne Aktionismus“.

Den Plan, sich zusammenzuschließen, hatten BIG Direkt Gesund und Salus BKK im September 2025 geäußert und schon den entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben. Eine Kasse mit mindestens einer Million Versicherten hatten die beiden werden wollen.

„Es war uns wichtig, die Situation im Vorfeld realistisch zu bewerten und eine Entscheidung zu treffen, die nachhaltig tragfähig ist“, erklärt Verwaltungsratschef Helmut Krause. In den Gesprächen sei deutlich geworden, dass sich beide Häuser die künftige Ausrichtung beziehungsweise Zusammenarbeit unterschiedlich vorgestellt hatten.

Jingle Die 2025 am Anleihemarkt gestiegenen Renditen haben sich positiv auf die Lebensversicherungsbranche ausgewirkt. Denn dort zogen die Solvenzquoten kräftig an, wie der Branchenverband GDV berichtet.

Demnach lag die durchschnittliche Solvenzquote (SCR-Bedeckungsquote) zum Jahresende 2025 bei 374 Prozent. Im Vorjahr hatte sie noch 295 Prozent betragen. Damit ist die Branche deutlich besser mit Kapital ausgestattet. Die ausgewerteten Daten decken laut GDV den deutschen Lebensversicherungsmarkt komplett ab.

Die Solvenzquote, auch unter dem Namen Solvabilitätsbedeckung bekannt, zeigt, ob ein Versicherer auch in extremen Situationen genügend Eigenmittel (also: Geld) hat, um Verpflichtungen zahlen zu können. Um das maßgebliche eigene Geld zu ermitteln, zieht man vom vorhandenen Vermögen die künftigen Verpflichtungen ab. Eine Solvenzquote von 100 Prozent bedeutet, dass die Zahlpflichten auch unter großem Finanzstress gedeckt sind.

Jingle Der uns wohlbekannte Branchenverband GDV hat neue Zahlen zu Naturgefahrenschäden in der Sachversicherung vorgelegt. Auf rund 1,4 Milliarden Euro belaufen sich die nämlich. Damit fällt die Bilanz für 2025 deutlich milder aus als im Vorjahr.

Geprägt wurde das Jahr vor allem durch Sturm und Hagel. Sie sorgten für Schäden in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Die Schadenanzahl lag bei etwa 479.000, der durchschnittliche Schaden kostete rund 2.100 Euro. Solche Ereignisse treffen viele Gebäude gleichzeitig, verursachen aber häufig eher kleinere und mittlere Schäden, etwa an Dächern, Fassaden oder Fenstern.

Versicherte Elementarschäden summierten sich 2025 auf rund 400 Millionen Euro bei etwa 88.000 Schäden. Mit durchschnittlich rund 4.700 Euro pro Schaden liegen die Kosten deutlich über denen von Sturm und Hagel.

Doch warum wirkt das Schadenjahr 2025 so günstig? Der Rückgang im Jahr 2025 um rund 3 Milliarden Euro erklärt sich vor allem durch das schadenträchtige Vorjahr. 2024 lagen die versicherten Naturgefahrenschäden in der Sachversicherung bei 4,4 Milliarden Euro, davon 2,6 Milliarden Euro durch Elementargefahren und 1,8 Milliarden Euro durch Sturm und Hagel. Und das sind dann schon ganz andere Werte.

Jingle Das Land mit dem weltweit widerstandsfähigsten Wirtschaftsumfeld ist und bleibt: Dänemark. Das ermittelte der Industriesachversicherer FM im Rahmen seines aktuellen FM Resilience Index 2026. Und in dem liegen neun Länder aus den Top 10 in Europa. Auf Dänemark folgen Luxemburg auf Rang 2 und Singapur auf Rang 3.

Über den FM Resilience Index 2026 bewertet FM Risiken von 130 Ländern und Regionen. Er soll zeigen, wie anfällig Länder gegenüber tiefgreifenden (disruptiven) Ereignissen sind und wie schnell und erfolgreich sie damit umgehen können. Es gibt zwölf Makrokriterien und sechs physische Kriterien, zum Beispiel Cyber- und Erdbebensicherheit.

Für die Gewerbeversicherung bedeutet der Index sehr viel, betont FM: Standorte in Ländern aus den Top 50 erholen sich nach einem Schaden im Schnitt mehr als 30 Prozent schneller als solche in Ländern, die weiter unten landen.

Dänemark führt den Index zum dritten Mal in Folge an. Was das Land so stark macht, zeigen die Einzelwerte. In den Kategorien Korruption und Erdbebenrisiken räumt es volle 100 Punkte ab. In Inflation, Internet, Wasserstress, Treibhausgas-Ausstoß und Cybersicherheit verfehlte es den Wert nur knapp.

Wie es anders laufen kann, zeigen die Länder am Ende der Tabelle. Ganz hinten liegt Venezuela mit genau null Punkten für Inflation, Korruption, Risikoqualität Klimarisiken und Brandrisiken. Haiti, gleich davor, geht leer aus in den Kategorien Logistik, Risikoqualität und Gefahren durch Klimarisiken, Erdbebenrisiken und Brandrisiken.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

Abspann


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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