Die Woche 252 – Bestandsübergabe und offene Immofonds
Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 252 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 23. Januar 2026.
Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk widmen wir uns mal den offenen Immobilienfonds. • Mit der Tino Scraback Consulting geht es um den An- und Verkauf von Maklerbeständen. • Und in den News der Woche zeigt eine Auswertung, welche Versicherer vor allem von der KFZ-Wechselsaison 2025 profitierten. Die DAK hat Ideen zum hohen Krankenstand. Unternehmen fühlen sich laut einer Allianz-Umfrage zunehmend von KI bedroht. Und die Ergo sponsert einen Fußballverein in den USA mit Star-Bonus.
Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Offene Immobilienfonds machen gerade mal wieder Schlagzeilen. Wir unterhalten uns darüber.
Im Gespräch Mit Tino Scraback und Daniel Seeger, TSC Tino Scraback und Daniel Seeger arbeiten zusammen in dem Unternehmen Tino Scraback Consulting, kurz TSC. Und nein, es ist kein Fußballverein. Stattdessen helfen die beiden Maklern dabei, Bestände zu verkaufen oder zu kaufen. Sie bewerten, regeln rechtliches und so weiter. Und im Gespräch erklären sie, wie viel da gerade los ist, wie man Bestände bewertet, wie lange so eine Transaktion dauert und was dabei schiefgehen kann.
Die News der Woche Die Wechselsaison 2025 haben vor allem die KFZ-Versicherer ADAC Versicherungen, Allianz, Axa, Huk24 und Huk-Coburg für sich entschieden. Sie machten das meiste Neugeschäft mit wechselnden Kunden. Das hat eine aktuelle Studie von Sirius Campus ergeben.
1,5 Millionen KFZ-Versicherte mit durchschnittlich 1,1 Verträgen schlossen demnach einen Vertrag bei einem neuen Versicherer ab. Sie sparten im Schnitt 139 Euro (14 Euro mehr als im Vorjahr). Der durchschnittliche KFZ-Versicherungsbeitrag legte um 6,8 Prozent auf 769 Euro jährlich zu. Damit sind rund 1,3 Milliarden Euro Versicherungsprämie zu einem neuen KFZ-Versicherer gewandert.
Vor allem Menschen im Alter zwischen 31 und 40 Jahren, Familien mit Kindern im Haushalt, Optimierer und online-affine Eigenständige wechselten ihre KFZ-Versicherung. „Erstaunlich ist eine gestiegene Nutzungsquote von KI-Suchmaschinen wie ChatGPT bei jungen Leuten“, sagt Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer von Sirius Campus. Nutzer seien beeindruckt von der Beratungsleistung der künstlichen Intelligenz (KI) und fänden darüber neue Tarife und Anbieter.
Warum kommt es überhaupt zum Versichererwechsel? Das liegt vor allem …
• … am Jahresbeitragsbrief mit einem wahrgenommenen Beitragsanstieg beim bisherigen Versicherer • .. an der Ansprache durch einen Vermittler und • .. am Geldsparmotiv der Versicherten.
Jingle Deutschland spricht über den Krankenstand. Und die Krankenkasse DAK-Gesundheit freut sich darüber. Vorstandschef Andreas Storm fordert gar einen Krankenstands-Gipfel im Kanzleramt. Damit stößt die Kasse in ein ähnliches Horn wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der hatte vor ein paar Tagen festgestellt, dass der Krankenstand in Deutschland zu hoch ist. Als eine der Ursachen sieht er, dass es recht leicht ist, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. Damit trat er eine Debatte los, ob man diese Möglichkeit wieder abschaffen sollte.
Dazu passend veröffentlichte die DAK-Gesundheit jetzt ihre Krankenstands-Analyse 2025. Auch diese Zahlen bescheinigen Deutschland enorm hohe Werte: 19,5 Fehltage pro Kopf. Im Vorjahr waren es aber 19,7 Tage, also noch mehr. Wobei auffällt, dass die Fehltage durch psychische Erkrankungen um 6,9 Prozent zulegten. Die meisten Fehltage gingen erneut auf Atemwegserkrankungen zurück. Die bereits erwähnte Psyche verdrängte Muskel-Skelett-Probleme auf Platz drei.
Weshalb die DAK darüber reden will. Ein durch den Bundeskanzler ins Leben gerufener Krankenstands-Gipfel soll Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen an einen Tisch bringen. Und die sollen zusammen das Problem in den Griff bekommen. Helfen könnte laut DAK die sogenannte Teilkrankschreibung. Dann werden Menschen nur für einen Teil der Arbeitszeit oder bestimmte Tätigkeiten krankgeschrieben.
Jingle In der Liste der größten Risiken für Unternehmen gab es einen großen Sprung. Künstliche Intelligenz (KI) stieg von Rang 10 auf Rang 2. 32 Prozent der Unternehmen bewerten sie als Gefahrenherd. Das liege an operativen und rechtlichen Risiken durch KI, aber auch an Gefahren für den eigenen Ruf, heißt es. Gleichwohl glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel hingegen sieht das völlig anders.
Das geht aus dem aktuellen „Allianz Risk Barometer“ hervor. Dafür befragte der Gewerbeversicherer Allianz Commercial zusammen mit anderen Konzerneinheiten 3.338 Risikomanagement-Experten aus 97 Ländern, unter anderem Führungskräfte, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten.
Mit 42 Prozent der Antworten als größtes Risiko ganz vorn bleiben Cyberrisiken, zum Beispiel durch die sehr populären Ransomware-Angriffe (also Erpressungs-Software). Zum fünften Mal in Folge betrachten Unternehmen das als größte Gefahr.
In Deutschland liegen die Prioritäten ein bisschen anders. Zwar liegen Cyber-Vorfälle mit sogar 52 Prozent Zustimmung auch hier ganz vorn. Doch auf Rang 2 mit 40 Prozent folgt die Gefahr, dass Unternehmen ihren Betrieb unterbrechen müssen. Rang 3 könnte noch ein Effekt aus den politischen Turbulenzen der vergangenen Jahre sein. Denn 28 Prozent der Unternehmen spüren die Gefahr, dass sich Gesetze und Regulierung ändern.
Jingle Die Ergo will ihren Namen weltweit bekannter machen. Einen großen Schritt in diese Richtung ist sie nun in den USA gegangen. Dort hat sie einen Vertrag mit Inter Miami CF geschlossen. Es handelt sich um einen mehrjährigen Sponsoring-Vertrag, der die Exklusivrechte als „Offizieller Versicherungspartner von Inter Miami CF“ umfasst.
Der Club wurde zuletzt insbesondere durch Stürmerstar Lionel Messi bekannt, der seit Sommer 2023 dort spielt. Im Dezember 2025 wurde er zum ersten Mal Meister in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS). Das ist die höchste Spielklasse im US-amerikanischen und kanadischen Fußball. Inter Miami ist also definitiv kein Dorfverein. Das Unternehmen dahinter mit vollständigem Namen „Club Internacional de Fútbol Miami“ gehört einer Investorengruppe um den ehemaligen Mittelfeld-Star David „Becks“ Beckham.
Die Ergo will den Sponsoring-Vertrag dazu nutzen, die eigene Marke auf dem US-Markt bekannter zu machen. Im Jahr 2025 übernahm sie dort den Schaden- und Unfallversicherer Next Insurance und setzte damit ihren Fuß auf amerikanischen Boden. Inzwischen hat sie die neue Tochter in Ergo Next Insurance umbenannt. Künftig tragen also die Aufwärm- und Trainingstrikots das Logo der Ergo Next Insurance. Hinzu kommen Bandenwerbung bei den Heimspielen und Marketing-Aktionen im Netz.
Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Abonnieren Sie „Die Woche“ doch gleich auf einer der gängigen Plattformen. Und hinterlassen Sie dort gerne eine Bewertung.
Dann hören wir uns auch garantiert am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.
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