Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 286 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 16. Oktober 2026. Und weil Scholle diese Woche in den wohlverdienten Herbstferien ist, habe ich mir mal wieder einen Gast-Host eingeladen.
Es ist Martin Gattung, Gründer und Geschäftsführer der Aeiforia Gruppe.
Im Großen und Ganzen dreht sich dieser Podcast um das Altersvorsorgedepot und die neue Welt der geförderten Vorsorge ab 2027. Das ist ein Thema, das dich aktuell sehr beschäftigt, richtig?
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Wir sprechen in diesen Gast-Host-Podcasts immer über aktuelle Meldungen aus der Branche. Da habe ich ein paar rausgepickt.
Ihr habt mit Sirius Campus zusammen jüngst eine Umfrage gemacht: „Altersvorsorge im Aufbruch“. 1.081 Förderberechtigte habt ihr dafür befragt. Und dabei sind einige interessante Sachen herausgekommen.
73 Prozent der 44 Millionen Förderberechtigten kennen demnach das Altersvorsorgedepot inzwischen, 15 Prozentpunkte mehr als in der Befragung im April. Was hat für diesen Sprung gesorgt?
Trotz einer etwas gesunkenen Abschlussbereitschaft rechnet ihr zum Start des Depots Anfang 2027 mit 2,9 Millionen Verträgen und 6 Milliarden Euro Jahresbeitragsvolumen. Warum glaubt ihr, dass das Altersvorsorgedepot einen solchen Boom auslösen wird?
Wer wird den größten Anteil dieser neuen Verträge einstreichen?
Wie siehst du Versicherer auf die neue Welt vorbereitet?
Eure Studie zeigt auch, dass sich 75 Prozent der Abschlussbereiten innerhalb der nächsten sechs Monate beraten lassen wollen, im April waren es noch 55 Prozent. Glaubst du, dass Makler auf diese Beratungswelle ab Anfang 2027 gut vorbereitet sind?
Was brauchen sie jetzt, etwa Produktinformationen, Haftungssicherheit oder Vergütungsklarheit?
Ihr rechnet mit einem durchschnittlichen Monatsbeitrag pro Vertrag von 142 Euro plus Zulagen Lässt sich die Beratung überhaupt wirtschaftlich darstellen bei einem solchen Beitrag?
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Eine weitere Umfrage, diesmal der DEVK zeigt, dass sich insbesondere junge Menschen für das Altersvorsorgedepot interessieren. 2.500 Erwerbstätige ab 18 Jahren wurden befragt. Und 88 Prozent der Menschen unter 30 zeigen sich interessiert. Ist das eine Chance für Vermittler, verstärkt junge Leute als Neukunden zu gewinnen?
Die DEVK ließ auch 1.000 Riester-Sparer befragen. Fast jeder dritte wünscht sich demnach zunächst eine Beratung zur Reform, um zu entscheiden, wie er künftig mit dem Vertrag umgehen soll. Ist das ein Aufruf zum Handeln für alle Vermittler, die Riester-Sparer in ihrem Bestand haben? Wie sollten die Vermittler jetzt vorgehen?
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Kommen wir zu noch einer Umfrage. Strategy& (Strategy and), PwC Deutschland und Assekurata Solutions haben 25 Anbieter zwischen Ende April und Anfang Juni 2026 befragt, darunter Versicherer, Banken, Asset Manager und Fintechs.
Fast alle wollen neue Förderprodukte anbieten, 94 Prozent im ersten Halbjahr 2027. Allerdings hapert es an der Umsetzung – und das liegt vor allem daran, dass wesentliche Punkte im Produktbau noch nicht geklärt sind.
Beispiel Abschlusskosten. Eine Zillmerung, also die Verteilung der Abschlusskosten auf die ersten fünf Vertragsjahre, ist beim neuen Altersvorsorgedepot verboten. Die Kosten müssen auf die gesamte Laufzeit der Ansparphase verteilt werden. Wie sie das genau umsetzen wollen, wissen zwei Drittel der Anbieter laut Umfrage noch nicht. Woran liegt das: an fehlender Klarheit seitens der Politik oder an fehlendem Know-how in den Häusern?
59 Prozent haben noch keine Effektivkostenquote für Depotprodukte definiert, bei Garantieprodukten sind es sogar 76 Prozent. Was erschwert diese Festlegung so sehr?
Die Studienautoren warnen vor Kompromissen unter Zeitdruck: zu ambitionierte Kostenmodelle oder unausgereifte Prozesse. Stimmst du zu?
Woran erkennen Makler in den ersten Monaten, welche Anbieter gut vorbereitet sind und welche nicht?
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Zum Abschluss machen wir noch eine etwas persönlichere Fragerunde:
Wirst du selbst ein Altersvorsorgedepot abschließen?
Du stehst ja vor einem intensiven Jahreswechsel – wie entspannst du am liebsten?
Bald ist DKM, worauf freust du dich am meisten?Was ist dein bester Vorsatz für 2027, privat oder beruflich?
Dein Rat für Vermittler vor dem Jahresendgeschäft?
Musikalischer Übergangsjingle
Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Verpassen Sie keine weitere und abonnieren Sie „Die Woche“ überall dort, wo es Podcasts gibt. Und hinterlassen Sie dort auch gerne eine Bewertung.
Dann hören wir uns auch garantiert am kommenden Freitag wieder. Bis dahin gilt: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.