Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast-Folge 285: Gen Z und ein bizarrer Manager-Haftpflichtfall

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 285 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 09. Oktober 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk widmen wir uns einem Urteil zur Managerhaftpflicht – und welche Lehren Makler daraus ziehen sollten. • Mit dem 19-jährigen Azubi Samuel Hovenjürgen sprechen wir über die Generation Z. • Und in den News der Woche sind beim Altersvorsorgedepot Millionen Verträge in Sicht. In der KFZ-Haftpflicht plant Justizministerin Hubig höhere Mindestsummen. Der Mittelstand hadert mit der Bundesregierung. Und eine Analyse zeigt, wo der Wohnungsneubau viel, viel teurer ist als der Bestand.

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Denn die DKM ist längst mehr als eine Kontaktbörse, sie ist der Kompass im Umbruch des Maklermarkts. Konsolidierung, neue regulatorische Anforderungen, ein volatiler Markt: Wer hier fundierte Entscheidungen treffen möchte, braucht Einordnung statt Bauchgefühl.

Genau die liefert die DKM, mit aktuellen Studien, hochkarätigen Diskussionsrunden zur Zukunft der Absicherung und der Industrieversicherung sowie direktem Austausch mit Versicherern, Pools und Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Branche.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Ein leitender Angestellter fällt auf Betrüger rein und überweist mehr als 50 Millionen Euro. Das Landesarbeitsgericht Köln kippt den gesetzlichen Angestelltenschutz, weil eine D&O-Versicherung vorliegt. Ein bizarres Urteil, zu dem Hiscox empfiehlt: Makler sollten zwei Dinge prüfen. Darüber sprechen wir heute im Schmolltalk. https://www.pfefferminzia.de/gewerbe/do-urteil-aus-koeln-worauf-makler-achten-sollten/

Im Gespräch Mit Samuel Hovenjürgen Was eine einfache E-Mail so bewirken kann. Vor ein paar Tagen schrieb uns Samuel Hovenjürgen einfach mal an. Er ist 19 Jahre alt, Auszubildender zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen und betreibt nebenbei das Portal Versicheralles.com. Das ist eine Informationsplattform, auf der er unterschiedliche Produkte einfach erklärt. Also unterhalte ich mich mal mit diesem jungen, konzentrierten Mann über die Generation Z. Wie man sie erreicht und wie man sie anspricht. Samuel auf: Instagram: https://www.instagram.com/samuel.gruendet/ TikTok: https://www.tiktok.com/@samuelgruendet

Die News der Woche Wenn Anfang 2027 das Altersvorsorgedepot an den Start geht, könnten gleich zu Beginn rund 2,9 Millionen Verträge zusammenkommen. Das hat das Umfrageinstitut Sirius Campus berechnet, unterstützt vom Vorsorgespezialisten Aeiforia. Zusammen wären das etwa 6 Milliarden Euro Sparvolumen pro Jahr. Die Rechnung ist bewusst vorsichtig: Die Studienautoren gehen von 142 Euro Monatsbeitrag plus Zulagen aus.

Dabei ist die Bekanntheit stark gestiegen. 73 Prozent der rund 44 Millionen Förderberechtigten kennen das Depot inzwischen, im April waren es noch 15 Prozentpunkte weniger. Die Abschlussbereitschaft ist allerdings leicht gesunken, von 34 auf 29 Prozent. Trotzdem steigt die Prognose, denn der Beratungsbedarf wächst. Drei Viertel der Abschlussbereiten wollen sich in den nächsten sechs Monaten beraten lassen. Im April war es nur gut die Hälfte.

Wer von diesen Verträgen profitiert, ist noch offen. Oliver Gaedeke von Sirius Campus sagt, viele Kunden seien unentschlossen. „Bei der Verteilung der Neuverträge werden hauptsächlich aktive Kundenansprache und Aufbau einer hohen Beratungsqualität ausschlaggebend sein“, sagt er voraus. Angesprochen wurden bisher erst etwa 28 Prozent der Förderberechtigten.

Viele wollen zunächst ihrem bisherigen Anbieter vertrauen. Martin Gattung, Gründer und Geschäftsführer von Aeiforia, mahnt zur Eile: „Es gibt immer noch Finanzanbieter, die die Nachfragewelle sogar in ihrem eigenen Bestand unterschätzen. Nicht nur muss das Produkt möglichst bis Ende des Jahres stehen. Zusätzlich wollen auch Vermittelnde und Beratende für eine kundenorientierte Beratung geschult werden.“

Auffällig ist, wie schwach ein staatliches Standarddepot abschneidet. Gerade einmal 7 Prozent der Befragten würden das Modell ohne Garantie mit nur zwei ETFs wählen. Und nur etwa 11 Prozent interessieren sich überhaupt für eine Variante ohne Garantie.

Jingle Das Bundesjustizministerium will die KFZ-Haftpflicht ändern. Am 2. Oktober hat das Haus von Ministerin Stefanie Hubig (SPD) einen entsprechenden Referentenentwurf veröffentlicht. Er betrifft das Pflichtversicherungsrecht und die Haftung im Straßenverkehr. Ein Kernpunkt: Die Mindestversicherungssummen sollen deutlich steigen.

Konkret geht es um Folgendes. Für Personenschäden sollen künftig mindestens 15 Millionen Euro versichert sein, bisher sind es 7,5 Millionen. Bei Sachschäden steigt die Summe von 1,3 auf 2,5 Millionen Euro. Und bei reinen Vermögensschäden von 50.000 auf 100.000 Euro.

Auch die Haftungshöchstbeträge im Straßenverkehrsgesetz sollen steigen. Bei Personenschäden durch ein einzelnes Ereignis liegt die Grenze künftig bei 10 statt 5 Millionen Euro. Bei Sachschäden verdoppelt sie sich auf 2 Millionen Euro. Die Begründung des Ministeriums: Die Beträge wurden seit 2007 nicht mehr angepasst und erscheinen inzwischen zu niedrig. Es geht also im Kern um einen Inflationsausgleich.

Der Entwurf enthält aber noch weitere Punkte. Bei Leasingfahrzeugen soll es für den Unfallgegner künftig keinen Unterschied mehr machen, ob das Auto geleast ist oder dem Fahrer gehört. Er zahlt nur so viel Schadenersatz, wie er auch Mitverantwortung trägt. Außerdem sollen Opfer es leichter haben, wenn ein Auto als Waffe eingesetzt wird: Sie sollen sich immer direkt an den KFZ-Haftpflichtversicherer wenden können.

Jingle Die Stimmung im Mittelstand ist schlecht, und sie wird schlechter. Das zeigt das neue KMU-Stimmungsbarometer der Barmenia-Gothaer. 63 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen sind mit der Arbeit der Bundesregierung eher oder ganz unzufrieden. Vor einem Jahr waren es noch 47 Prozent.

Auch der Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland fällt skeptisch aus. Die Unternehmen wurden dieses Jahr zum ersten Mal nach den Zukunftsaussichten gefragt. 28 Prozent bewerten sie als gut. 37 Prozent halten sie dagegen für schlecht oder sogar sehr schlecht.

Was der Mittelstand von der Politik will, hat sich indes kaum verändert. Ganz vorn steht weiterhin der Bürokratieabbau: 63 Prozent nennen ihn als wichtigste Forderung. Danach folgt mit 46 Prozent eine Energiepreisbremse. 44 Prozent wünschen sich niedrigere Steuersätze für Unternehmen. Und 41 Prozent fordern mehr Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung.

.Jingle Neubauwohnungen sind in Deutschland fast überall teurer als vergleichbare Bestandswohnungen. Wie groß der Abstand ist, hängt aber stark von der Region ab. Das zeigt der neue Postbank Wohnatlas. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat dafür Angebote aus dem Jahr 2025 verglichen: Eigentumswohnungen mit 70 Quadratmetern, einmal Neubau aus den Jahren 2023 bis 2025 und einmal ältere Bestandsobjekte. Nebenkosten sind nicht eingerechnet.

Am deutlichsten ist der Unterschied im Landkreis Miesbach. Dort zahlen Käufer im mittleren Preissegment für einen Neubau rund 423.000 Euro mehr als für eine Bestandswohnung. Stuttgart liegt bei rund 262.000 Euro und ist die einzige der sieben größten Städte unter den ersten zehn. Insgesamt kostet der Neubau in 49 von 400 untersuchten Regionen mindestens 180.000 Euro mehr.

Woran liegt‘s? Als Grund nennt Manuel Beermann, Leiter Produktmanagement Immobilien bei der Postbank, folgendes: „Vielerorts trifft ein knappes Angebot für Bauland auf hohe Baukosten. In einigen Regionen mit erheblichen Preisaufschlägen für Neubauten können Bestandswohnungen daher günstiger sein, selbst inklusive der Sanierungskosten.“

Es gibt aber auch das Gegenteil. An den Küsten sind die Abstände oft gering, und in drei Landkreisen ist der Neubau sogar günstiger als der Bestand. In Nordfriesland zum Beispiel sparen Käufer rund 53.000 Euro. Die Postbank erklärt das so: Neubauten entstehen dort im mittleren Segment eher abseits der gefragten Lagen.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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