Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Podcast-Folge 275: LKH-Vorstand Jan-Peter Diercks zur GKV-Reform

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 275 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 03. Juli 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Es gibt nach langer Zeit mal wieder einen Schmolltalk! Und zwar zum Thema Künstliche Intelligenz. • Mit LKH-Vertriebsvorstand Jan-Peter Diercks sprechen wir über die GKV-Reform. • Und in den News der Woche fürchten Makler beim neuen Altersvorsorgedepot vor allem die Konkurrenz durch ETFs. Die Prämien in der Berufsunfähigkeitsversicherung zeigen sich stabil. Ungesundes Leben soll teurer werden. Und Freiberufler sind nicht immer gut abgesichert.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Im Schmolltalk geht es heute um Künstliche Intelligenz (KI). Zum Thema Frag Polly von Florian Held gibt es mehr Infos hier: https://fragpolly.de/ Sein Linkedin-Profil finden Sie hier: https://www.linkedin.com/in/heldenhaft/

Vielleicht haben Sie Interesse an unserem Live- Roundtable: Künstliche Intelligenz (KI) im Maklervertrieb – ist das schlaues Marketing oder bringt es Maklern tatsächlich was? In unserem Pfefferminzia-Roundtable am 14. Juli ab 14 Uhr sprechen wir darüber mit Expertinnen und Experten aus Vertrieb und Versicherung. Jetzt kostenfrei anmelden! https://roundtable.pfefferminzia.de/

Im Gespräch Mit LKH-Vorstand Jan-Peter Diercks Jan-Peter Diercks ist Vorstand Vertrieb & Marketing bei der Landeskrankenhilfe, der LKH. Kürzlich besuchte er uns in unseren Büroräumen, und ich habe die Chance genutzt, mit ihm über die Gesundheitsreform zu reden. Sieht er sie genau so grau wie etwa der PKV-Verband? Oder erwartet er sogar einen Kundenschub? Hören Sie mal!

Die News der Woche Die Stimmung unter Maklern ist zurzeit eher trübe. Gelinde gesagt. Wie die neue Studie „Asscompact Trends II/2026“ ergeben hat, ist die Zufriedenheit der 256 Befragten seit Herbst 2025 abrupt auf ein Fünfjahrestief gesunken. Und auch die Motivation krebst auf dem niedrigsten Wert seit über zehn Jahren herum.

Woran liegt‘s? Die Befragten geben an, dass sie die politische Lage umtreibt – in Deutschland und weltweit. Die wirtschaftliche Unsicherheit macht ihnen auch zu schaffen. Und sie merken, dass Kunden ihr Geld aktuell lieber beisammenhalten, statt es in Versicherungen zu stecken. Wobei das erste Quartal 2026 für die Makler eher gut lief, wie sie selbst bestätigen. Sie sind damit zufriedener als im Vorjahr.

Skeptisch blicken die Makler auf die Lebensversicherung und ob sie sich im Zuge der Altersvorsorgereform gut schlagen wird. Denn die Konkurrenten (Neobroker, Fondshäuser und Banken) bringen sich bereits in Stellung.

Nur einer von fünf Maklern glaubt, dass die Lebensversicherung durch die Reform gestärkt wird. Die meisten Befragten sehen börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) als härteste Konkurrenz. Die Hälfte der Vermittler will sich die Chancen durch die Reform aber nicht entgehen lassen und plant, das Altersvorsorgedepot in ihre Beratung zu integrieren.

Jingle Beitragserhöhungen bei bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherungen sind selten. Zu diesem Ergebnis kommt das Kölner Analysehaus Infinma. Es fragt einmal im Jahr bei den Versicherern nach, ob sie in den vergangenen 10, 15, 20 oder mehr Jahren die Zahlprämie im BU-Bestand erhöht haben.

Infinma-Geschäftsführer Jörg Schulz sagt: „Unsere Umfrage hat erneut bestätigt, dass die Versicherer durchweg solide und auskömmlich kalkuliert haben und Prämienanpassungen im Bestand bisher die Ausnahme gewesen sind.“

Das ist eine gute Nachricht, aber man müsse wachsam bleiben, rät Schulz‘ Geschäftsführer-Kollege Marc Glissmann. Denn durch die Einführung immer neuer Berufs- und Tarifgruppen würden bei vielen Versicherern die Kollektive immer kleiner, was schon jetzt von einigen Rückversicherern als problematisch angesehen werde.

Komme es zu Beitragserhöhungen, dann eher bei sehr alten Tarifen oder der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, stellen die beiden fest. Sie beklagen außerdem, dass ein solcher Schritt der Versicherer von den Medien dann mitunter zu dramatisch dargestellt werde. Viele große BU-Versicherer wie Ergo Vorsorge, Generali, HDI, LV1871 oder Volkswohl Bund hätten die Prämien in ihrem SBU-Bestand demnach noch nie angepasst.

Jingle „Ein Sportler ist, wer raucht und trinkt und trotzdem seine Leistung bringt.“ Nun ja, das war früher, ganz früher, bei Scholle im Sportverein. Denn die Diskussion über ungesunden Lebensstil ist heute eine andere. Und sie verschärft sich. Jetzt sind unabhängig voneinander Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, mit Plänen in die Schlagzeilen geraten. Beide haben Ideen, die einiges verteuern würden.

Finanzminister Klingbeil will die Steuer auf Spirituosen um 20 Prozent erhöhen. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) und bezieht sich auf einen Gesetzentwurf des Finanzministeriums, der ihm vorliegt. Es rechnet gleich mal vor, dass eine Flasche Wodka mit 40 Prozent Alkoholgehalt um etwa einen Euro teurer würde.

Allerdings bleibt Klingbeil mit dem Plan weit hinter dem zurück, was die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Kommission vorgeschlagen hatte. Demnach sollte die Alkoholsteuer im kommenden Jahr um mehr als 40 Prozent steigen und sich bis 2029 sogar verdoppeln.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hingegen sprach mit der „Bild“ gleichermaßen über Alkohol und Tabak. Er verlangt vor allem, dass Rauchen noch deutlich teurer wird. „Kostet eine Schachtel Zigaretten 20 Euro, werden Jugendliche sich das nicht mehr wie heute leisten können“, zitiert ihn die Zeitung. Das wäre ein saftiger Aufschlag. Laut dem Portal Tabakdealer.de kostet eine Schachtel Zigaretten zurzeit im Schnitt 9,20 Euro. Die Bundesregierung will zwar die Tabaksteuer weiter erhöhen, aber in kleineren Schritten und nicht so drastisch wie Gassen vorschlägt.

Der findet zusätzlich, dass Alkohol mehr kosten sollte. So sagte er der „Bild“: „Muss eine Flasche Wodka 5 Euro kosten? Nein, sie müsste 20 Euro kosten. Dann würden Jugendliche nicht damit vortrinken, bevor sie feiern gehen.“ Im Rahmen der aktuellen Gesundheitsreform sind die Themen Prävention und Steuer-Funktion auf den Tisch gekommen. So sieht der Gesetzentwurf von Nina Warken eine Zuckersteuer vor. Sie soll zusammen mit Tabak- und Alkoholsteuern (die im Entwurf nicht auftauchen) die Deutschen dazu bringen, gesünder zu leben.

.Jingle Der Spezialversicherer Hiscox hat seine jährliche Untersuchung zur Lage von Selbstständigen und Freiberuflern (Freelancer) vorgelegt. Dreh- und Angelpunkt ist die Frage, welche Risiken Freelancer als am größten erachten. Wenig überraschend steht die eigene Arbeitskraft im Mittelpunkt. Die größte Sorge ist ein längerer Ausfall durch Krankheit oder Unfall; 65 Prozent der Befragten nennen das als Top-Risiko. An zweiter Stelle stehen geschäftliche Rückschläge wie der kurzfristige Wegfall von Aufträgen oder die Insolvenz eines wichtigen Kunden (55 Prozent). Auch rechtliche Auseinandersetzungen nehmen 38 Prozent als Gefahr wahr.

Die Studienergebnisse bestätigen, was Vermittler aus der Praxis kennen: Zwischen der erkannten Gefahr und der abgeschlossenen Police besteht oft eine Diskrepanz. Vor allem bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) zeigt sich die Lücke deutlich. Obwohl der Einkommensausfall als Hauptrisiko gilt, verfügen nur 21 Prozent der Freelancer über die entsprechende BU-Police. Die Gründe dafür sind laut Untersuchung vielfältig und reichen von zu hohen Kosten über die Komplexität der Produkte bis zur Hoffnung, es werde schon nichts passieren.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Berufshaftpflichtversicherung. Zwar ist deren Verbreitung gestiegen – oft weil Auftraggeber die Police zur Bedingung machen –, dennoch ist sie keineswegs Standard. Nur 48 Prozent der Befragten haben eine solche abgeschlossen. Gerade in beratenden und kreativen Berufen, wo ein Fehler zu hohen Vermögensschäden führen kann, arbeiten viele Selbstständige ohne diesen Schutzschirm.

Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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