00:00:04: Herzlich willkommen zu die Woche der Pferfaminzia-Podcast für Versicherungshelden.
00:00:08: Mein Name ist Karen Schmidt
00:00:10: und ich bin Andreas Harms, hallo ho!
00:00:12: Jede Woche gibt es hier von einer Redaktion Was auf Die Uhr.
00:00:15: Wir kommen in die wichtigsten Themen der Woche, die unsere Branche und uns bewegt
00:00:19: haben.
00:00:28: Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zur Folge zweihundertsechzig unseres Podcasts.
00:00:32: Heute ist Freitag der neunundzwanzigste Mai zweitausend sechsund zwanzig.
00:00:36: Und diese Themen haben wir heute für Sie.
00:00:38: Im Schmolltalk sprechen wir über den Immobilienmarkt.
00:00:42: Mit Ulrich Mitzler von der Süddeutschen Krankenversicherung besprechen wir Rettungspläne für das Gesundheitssystem
00:00:49: und in den News der Woche gibt es Zahlen dazu, wie viele Deutsche sich das neue Altersvorsorgedepot zulegen wollen.
00:00:56: Assekorata hat sich den aktuellen Zustand der privaten Krankenversicherung angeschaut.
00:01:01: Pflegebeiträge für Kinderlose sollen steigen Und die Aktuare fordern die Pflichtbetriebsrente.
00:01:07: Übrigens, wenn Sie unseren Podcasts schön und gut finden, dann zeigen sie uns das gerne.
00:01:12: Und bewerten Sie uns auf Ihrer präferierten Podcast-Plattform doch mit fünf Sternen!
00:01:17: Aber erst... aus der Redaktion!
00:01:23: Hallo zum Smalltalk!
00:01:24: Hallo Präferiertin Schmidt!
00:01:27: Oh, fremdwörter hier!
00:01:28: Was denn?
00:01:29: Präferenzen?
00:01:30: Das kenne ich aus dem Volkswirtschaftsstudium.
00:01:32: Jaa
00:01:34: Das spielten Präferenzen eine erhebliche Rolle.
00:01:38: Apropos, jetzt machen wir mal so einen ganz, ganz gekonnten Bogen zu unserem Schmolltalk!
00:01:42: Denn es geht nämlich... Ja ja ja ja, denn der Immobilienmarkt richtet sich auch nach präferierten Lagen und Objektionen.
00:01:49: Das
00:01:50: stimmt.
00:01:50: Oha, das war ein bisschen mit dem Holzhammer, ich gebe's zu.
00:01:54: Also
00:01:54: es geht um Immobilie, vor allem die, die ist nicht so ganz...
00:01:56: Wer es noch nicht gemerkt hat?
00:01:59: So vier Wände Dachdeckel drauf.
00:02:02: Warum sprechen wir überhaupt über Immobilien-Scholle?
00:02:04: Weil du diese Geschichte für die nächste Hälfte, was nächste Woche in Druck geht auf den Tisch hast.
00:02:09: Genau!
00:02:09: Ich hab mal geguckt wie es um den Bau und Immobilenkreditmarkt bestellt ist, wie's um die Objekte bestellt is' Und da habe ich so ein eher weiches Stimmungsbild mal gezeichnet.
00:02:20: Und das sieht wie aus...
00:02:23: Gut und schlecht, also so bisschen geteilt.
00:02:26: Das erste Ding ist Die Bauzinsen werden höchstwahrscheinlich so schnell nicht mehr sinken.
00:02:31: Das heißt, solche Sachen wie sogar ... Wir hatten Bauzinzen unter Nullstreckenweise ja für Baugredise, mehr an den Zwanzig oder so.
00:02:40: Das gibt es erst mal soweit nicht mehr.
00:02:42: und der Hintergrund ist natürlich dass die Inflationserwartungen dort gestiegen sind jetzt durch den besten US-Präsident in aller Zeiten, der da in der Ost Stumm macht und das ist natürlich den Bogen muss man auch erst mal hinkriegen.
00:02:58: Der steigert die Inflationsfurcht und steigern dadurch auch die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, und die es maßgeblich für den Bauzins in Deutschland.
00:03:07: Ah ja okay.
00:03:07: Tatsache!
00:03:08: Da sieht man mal über wie viele Ecken sowas alles einschlagen kann?
00:03:12: Es
00:03:12: hängt alles zusammen stärker als ein Puzzle, das glaubst du nicht.
00:03:17: Und jetzt haben wir natürlich das Dilemma, die Einkommen, die Netto-Einkommen.
00:03:21: Die realen Einkommen sinken ja wieder durch die Inflation.
00:03:24: Ja... ...die Bauzinsen sinken nicht aber die Immobilienpreise auch nicht und das ist so ein bisschen ein Dilemmer.
00:03:30: Das könnte die Nachfrage tatsächlich ein bisschen drücken.
00:03:32: Mhm!
00:03:33: Und dann ist da noch ein anderes Thema, das betrifft auch uns beide so'n bisschen
00:03:36: Gälle?
00:03:37: Ja ich schätze du meinst dass eventuell in den nächsten Jahren doch diverse Häuser auf dem Markt kommen werden
00:03:45: Freiverden Um's mal ganz mal Cover auszudrücken, die werden entweder frei gestorben.
00:03:50: Oder wenn diejenigen, die Eigentümer das noch erleben und dann verkaufen die?
00:03:56: Genau!
00:03:56: Also es geht um die Baby-Boomer Generation auch dort, dass sie halt entweder sich verkleinern wollen weil sie nicht mehr keinen Bock mehr haben, wenn die Kinder aus dem Haus sind in einem großen Haus zu leben vielleicht alleine oder zu zweit oder eben aus Alterskrankheitsgründen.
00:04:11: Genau,
00:04:11: weil auch Treppen drin sind?
00:04:12: Ich wohne hier in einem Eigenheim und unsere Vorbesitzer haben das mit den Treppen nicht mehr so richtig hingekriegt und haben das verkauft.
00:04:19: Das ist ein wichtiges Thema!
00:04:21: Wie ist es bei dir Schmidt?
00:04:22: Ja meine Mutter wohnt noch in meinem Elternhaus.
00:04:24: Sie ist aber jetzt auch schon Mitte-Siebzig und ja leider an Demenz erkrankt.
00:04:28: die ist noch recht mobil also die treppen schafft sie noch.
00:04:31: aber auch da zeichnet sich ab dass wir das in den nächsten paar Jahren verkaufen müssen.
00:04:37: Aber aus einem anderen Grund, nämlich weil sie Pflege braucht und wahrscheinlich in ein Heimwerden kommen muss letztendlich.
00:04:45: Und diese Kosten sind ... Dafür ist das Haus da, um dann diese Kosten zu bezahlen, weil die nicht unerheblich sind gerade in den höheren Pflegegraden natürlich, wo meine Mutter leider jetzt inzwischen ist.
00:04:57: Ist das denn eine präferierte Lage?
00:04:59: Das ist tatsächlich Speckgürtel Frankfurt am Main also...
00:05:02: Ja?
00:05:03: Hast du Einglück!
00:05:05: Das dürfte vielleicht.
00:05:07: Aber es ist schon
00:05:08: über dreißig Jahre alt und das ist nicht wirklich renoviert und so, also da wird's Abschläge geben in Richtung Sanierungsbedürftig ja aber so ist das halt.
00:05:18: Genau
00:05:18: den Gegendenwurf haben wir halt.
00:05:20: meine Eltern haben eine Eigentumswohnung in der Weltstadt Ratano in Brandenburg ist dann so eher die Ecke eine nicht ganz so strukturstarke Region.
00:05:29: Sagen wir mal, seit dem Fall der DDR hat sich Rate nur um ein...so oft zwei Drittel verringert.
00:05:36: Der Sinn dieser Übung dieser Eigentumswohnung ist einfach das meine Eltern was haben und keine Miete zahlen müssen.
00:05:42: Eine Geldanlage ist das nicht!
00:05:45: Und damit sind bei den Auswirkungen nämlich dieses und ich glaube es ist ein Fachwort.
00:05:52: Ich versuch's nochmal Schmidt.
00:05:54: Silver Tsunami.
00:05:55: Ah ja, die Silberlocken verkaufen oder sterben halt tatsächlich und zu nah.
00:06:00: wie artig kommen lauter neue Objekte auf den Markt.
00:06:04: Und dann ist die Frage Wie stark kann der Markt das über Angebot aufnehmen?
00:06:10: Ja
00:06:10: Oder eben nicht und danach wird sich entscheiden wie die Preise sich dort bewegen.
00:06:15: also Bad Nauheim scheint dann eher gut zu sein Rathenow sehe ich jetzt nicht so.
00:06:20: und Dann wirklich im Extremfall Kann es sein dass dann Ortskerne leer stehen.
00:06:25: Also dann haben die wirklich mal gesagt, wow.
00:06:26: Und da muss ich mir sagen müssen wir das machen wie ein Ratenhof und müssen es zurückbauen.
00:06:30: Das ist dann so ne?
00:06:31: Da sind ja ganze Stadtteile so verschwunden.
00:06:33: Ach so, okay.
00:06:34: Ja da haben die dann den Plattenbau.
00:06:36: Andererseits gibt es natürlich viele Leute, die ja auf bezahlbaren Wohnraum durchaus scharf wären.
00:06:41: Ohja!
00:06:41: Sich das aktuell aber nicht leisten können.
00:06:43: und wenn dann jede Menge Immobilien auf den Markt kommen und das Preis eventuell drückt...
00:06:48: Du wenn du ein Haus für dreißig tausend hinterher geschmissen kriegst weil's oben in der Uckermark steht übrigens mit einem sehr hohen Baby-Boomer Anteil Und du kannst dort im Homeoffice arbeiten?
00:06:58: Jo Das könnte interessant, und du schätzt die Ruhe.
00:07:01: Nur ein paar Kühe vor der Tür?
00:07:03: Fertig!
00:07:05: So ungefähr muss man sich das dann vorstellen.
00:07:07: Tatsächlich ließ sie Uckermark wohl am stärksten betroffen.
00:07:10: bald... Okay ich sag mal wow, wie weit nördlich von Berlin.
00:07:13: Schlagt mich jetzt bitte nicht in einer Uckermanke, hundert Kilometer nörderlich von Berlin oder sowieso die Ecke.
00:07:18: Aber die zweithöchste Babyboomerquote hast Du in Meißen in Sachsen.
00:07:23: Und da durfte der Markt das aber gut aufnehmen können, denn Dresden ist nur vierzig Kilometer entfernt.
00:07:28: Ja gut, dass es auch natürlich ...
00:07:29: Da brummt's!
00:07:30: Na?
00:07:30: Das stimmt.
00:07:31: Das wird interessant was da in den nächsten und die haben so gesagt bis zwei tausend vierzig.
00:07:35: Da hast du dann diesen Trend.
00:07:38: Dann hast Du ruhiger gegen Schnäppchenpreise und ich sag mal so in Großstädten Speck oder von Hamburg vielleicht ein bisschen Entlastung einfach Mal.
00:07:46: Also interessante Entwicklung die sich durch dem demografischen Wandel auch
00:07:50: abzeichen.
00:07:51: Genau
00:07:52: Das lesen Sie in unserem nächsten Heft, das am siebzehnten Juno erscheinen wird mit ganz vielen anderen Geschichten die wir natürlich auch
00:08:00: für sich
00:08:01: aufbreiten.
00:08:02: Es ist so ein bisschen einen Einblick in das was wir gerade zu recherchieren und tun.
00:08:06: den lieben langen Tag lang!
00:08:08: Wie sehen Sie denn den Immobilienmarkt?
00:08:11: Schreiben Sie uns das doch gerne an redaktioneretförferminzia.de.
00:08:14: Wir freuen uns über Zuschriften.
00:08:16: Scholle, wir haben einen Leserbrief bekommen.
00:08:18: Übrigens fällt mir dabei ein ... Oh!
00:08:21: Das ist eine Leser-Brüfe kommen?
00:08:22: Genau.
00:08:24: Florian Held hat uns angeschrieben... Schöne
00:08:27: Grüße.
00:08:28: ...Schöne Grüsse an Florien Held und zwar hat er da dürfen wir glaube ich aber noch nicht ganz so viel erzählen, aber er hat zum Thema KI was beizutragen Und wir hatten ja vergangene Woche Schmidt Da haben wir uns damit befasst wenn KI Versicherung vermittelt, wie haftet die?
00:08:45: Da hat er eine tolle Idee.
00:08:47: und was in den Startlöchern.
00:08:49: Das will er mir in den nächsten Wochen mal zeigen.
00:08:52: Dann gucke ich mir das an und werde darüber höchstwahrscheinlich auch ein Erlebnisbericht schreiben.
00:08:58: Es geht in die Richtung der Mensch bleibt in der Haftung und berät weiter und die KI hilft.
00:09:06: Mehr sag' ich dazu jetzt
00:09:07: noch
00:09:08: nicht!
00:09:09: Sie sehen aber es lohnt sich Leserbriefe zu schreiben An redaktion-at-verfermentia.de.
00:09:15: Wir greifen das auf!
00:09:17: Wir schauen uns das an, wir reden sehr gerne mit Ihnen, genau Also tun Sie es!
00:09:22: Man kommt dann bei uns in den Podi Auf und die Tasten
00:09:25: Und jetzt... Auf zum
00:09:28: nächsten.
00:09:29: Weiter im Text.
00:09:33: Noch bevor die Wirtschaftsweisen ihre Vorschläge für Sozialsystem präsentierten, sprach ich mit Ulrich Mitzlaff dem Vorstandschef der Süddeutschen Krankenversicherung SDK.
00:09:45: Interessanterweise ging es dabei gar nicht mal um die private Krankenversicherung sondern um die gesetzliche und das Gesundheitssystem selbst!
00:09:53: Er hat nämlich Ideen für ein stabileres System, die er mir vorstellt – und er hat überraschende Ansichten zur geplanten Gesundheitsreform.
00:10:02: Die Spannung ist nun zweifellos höher als in einer Blutdruckmanschette.
00:10:06: Also legen wir mal los!
00:10:08: Hallo Uli, herzlich willkommen im Podcast!
00:10:12: Hallo Scholle, herzlich Willkommen im Podcast und danke für die Einladungen!
00:10:15: Sehr gerne!
00:10:17: Unser Gespräch heute hat eine kleine Vorgeschichte.
00:10:20: auf eurer Bilanzpressekonferenz hattest du etwas gesagt was mich hellhörig gemacht hatte?
00:10:24: Und zwar Kapitaldeckung in der gesetzlichen Krankenversicherung.
00:10:28: Das wollten wir dann da gar nicht so weiter ausführen, sondern wir wollten uns hier treffen.
00:10:32: Was war hier nun tun?
00:10:34: Also dann mal die Frage was verstehst du denn darunter?
00:10:36: Was hast Du damit gemeint?
00:10:38: Naja, damit habe ich gemeint dass die Finanzierung des Gesundheitswesens natürlich ein wesentlicher Aspekt ist Ich meine nicht einzige Wesentliche aber ein wesentlicher und das hier heute eine ganz ganz wichtige Finanzierungsquelle der gesetzlichen Krankenversicherung und nicht nur der sondern allen Sozialversicherungssystem vor enthalten.
00:10:58: Und das können wir uns nicht leisten,
00:11:00: welche ist es denn?
00:11:00: Das
00:11:00: ist der Kapitalmarkt.
00:11:02: ich habe kürzlich in einer Talkshow einen prominenten Politiker gesehen Ich nenne keinen Namen Schade er würde doch nicht seiner Altersversorgung dem Kapital Markt anvertrauen und bekam tosenden Beifall.
00:11:13: und ich hab nur gedacht ja wieso denn nicht?
00:11:16: Wir haben heute eine Situation dass wir eine Bevölkerungspyramide haben, die auf dem Kopf steht.
00:11:22: Zu Bismarcks Zeiten als die Sozialversicherung eingeführt wurden hatten wir eine echte Pyramide und dann hatten wir diesen sogenannten Dönerspieß also einen dicken breiten Bauch Und jetzt kriegen wir mehr und mehr eine Pyramid, die auch im Kopf steht und das da ein Umlagesystem Ein reines umlagessystem nicht funktionieren kann.
00:11:43: dafür muss man jetzt nicht Ökonomie oder Mathematik studiert haben.
00:11:46: das ist ziemlich offensichtlich.
00:11:48: Und du bist jetzt der Meinung, wenn wir jetzt die Kapitaldeckung einführen dann können wir das Problem diesen Konflikt ein bisschen beheben?
00:11:55: Ich glaube nicht dass es die eine Maßnahme gibt wie alles löst.
00:12:00: Aber ich glaube wenn wir über die Finanzierungsseite sprechen und wir kommen bestimmt ja auch gleich zur Gesundheitsreform und auf die Ausgabenseite die sicherlich mindestens genauso entfiehend ist Aber wenn wir über die Finanzierungsseite sprechen, dann ist das sicherlich ein ganz wesentlicher Schlüssel.
00:12:16: Wie können wir jenseits von Beitragsvoluminar-Gelder für das System bereitstellen?
00:12:22: Okay!
00:12:23: Dann lass uns doch mal da in die GKV so ein bisschen eintauchen.
00:12:26: Wir haben ja auf der einen Seite die Beitragszahler und auf der anderen Seite werden die Leistungen bezahlt.
00:12:31: So richtige Rücklagen oder Spierraum für Kapitalmarkt sehe ich da nicht.
00:12:35: Wo soll denn der herkommen?
00:12:37: Naja also wenn man sich den Bundeshaushalt anschaut... Jetzt ich schwanke dann mal so ein bisschen hin und her zwischen den Sozialversicherungssystemen, weil man bei Rente, Pflege, Kranken die Problemstellung manchmal an dem einen System und manchmal in einem anderen System ein bisschen prägnanter formulieren kann.
00:12:56: Aber es gilt eigentlich für alle drei genannten Systeme.
00:12:58: also wir haben mittlerweile ein Fünftel bis ein Viertel des Bundeshaushaltes als Zuschuss für die Rentenversicherung.
00:13:04: Umlage funktioniert ja so dass sich das ausgebe was ich einnehme innerhalb definierten Zeitraums und Rücklagen sind ja nur in extremen engen Rahmenbedingungen überhaupt möglich.
00:13:16: Wenn ich aber ganz viel aus dem Bundeshaushalt in die Systeme reinpumpe, dann kann ich mir auch überlegen wie mache ich das denn zukunftssicher?
00:13:23: Muss ich das alles im gleichen Jahr wieder ausgeben oder kann nicht tatsächlich Rücklagen bilden?
00:13:28: Kann ich nicht in Kapitalanlagen investieren um später von der Rendite zu profitieren?
00:13:34: Und jetzt komme ich zurück zum Beispiel mit der Talkshow.
00:13:38: Es gibt ja ein System, wo der Staat selber vormacht dass das funktioniert.
00:13:45: Das ist der KENFO.
00:13:47: Der Fonds der Bundesrepublik Deutschland, der die Kosten für die Beseitigung der Folgen der Kernenergie bereitstellt und der funktioniert in der Kapitalanlage im Grunde wie ein privater Krankenversicherer oder ein Lebensversicherter.
00:14:01: dann gibt es Kapital-Anlagen Richtlinien.
00:14:03: die sind sehr präzise die verhindern, dass man sozusagen als Hasardör agiert.
00:14:09: Und der KENFO macht zweistellige prozentuale Renditen ohne Hasardört zu sein.
00:14:14: und das meine ich wenn ich sage warum versagen wir den Sozialversicherungssystem diese wichtige zusätzliche Finanzierungsquenzen?
00:14:24: Irgendwie klingelt da was.
00:14:26: Das erinnert mich jetzt an das Generationenkapital von Christian Lindner.
00:14:30: Ja also ich würde mal sagen Christian Lindler hat diese Gedanken nicht erfunden
00:14:35: Mensch, ich dachte schon.
00:14:36: Nee, der hat noch keine Ausschließlichkeitszertifikat dafür!
00:14:40: So ein Ärger?
00:14:41: Ja genau also wir müssen über Ausgaben- und Einnahmenseite reden.
00:14:45: ja
00:14:46: und ich finde die Diskussion seit zwanzig Jahren ehrlicherweise relativ fantasielos weil immer das gleiche hochgeschossen wird.
00:14:52: Also bei der Einnahmenseite kann man bei jeder Wahl kann man sagen da steht sofort eine Politikerin aus bestimmten politischen Parteien von einer Kamera und sagt Bürgerversicherung Ihr zahlst es sogar Pflege-Bürgerversicherung.
00:15:07: Das ist die Fantasielosigkeit auf der Einnahmeseite und da haltet die Kapitaldeckung für viel, viel aussichtsreicher.
00:15:13: Und wenn ich Steuertzuschüsse in ein reformbedürftiges System schieße um sie im gleichen Jahr wieder ausgeben zu müssen dann kann ich auch einen Teil dieser Steuerzuschüssen in nachhaltige Kapitalanlage decken um in der Zukunft davon zu profitieren.
00:15:29: Ich kann es dann aber auch nicht ausgeben, in dem Jahr.
00:15:32: Dann müssten wir irgendwo kürzen oder?
00:15:34: So und jetzt sind wir ja auch bei der Ausgabenseite.
00:15:37: Oha!
00:15:38: Genau.
00:15:38: Das heißt wo würdest du denn da dann kürzten?
00:15:41: was denkst du?
00:15:41: wie geht das?
00:15:42: Also vielleicht nochmal einen Schritt zurück.
00:15:43: ich soll ja Politikernamen nennen Und der Herr Damen von den Grünen ist ja selber Arzt Da ist er in der Pandemie sehr viel im Fernsehen gewesen hat dankenswerter Weise insbesondere für eine Partei die ja auch doch eher Mitte-Links ist gesagt, wir haben kein Einnahmenproblem in der gesetzlichen Krankenversicherung.
00:16:02: Wir haben ein Ausgaben.
00:16:04: Schon bei bemerkenswärter Erkenntnis?
00:16:05: Das finde
00:16:05: ich eine sehr bemerkswerte Aussage und das stützt die Hypothese zu sagen, wir müssen auf die Ausgabenseite gucken aber trotzdem nochmal die Einnahmeseite glaube ich braucht mehr Fantasie als nur das Stichwort Bürgerversicherung was gar kein Problem löst sondern neue Probleme schafft.
00:16:23: Bei der Ausgabe Seite da muss man ja mal sagen jetzt wird ja Frau Waken von allen Stakeholder kritisiert.
00:16:30: Von wirklich allen!
00:16:31: Die kriegt's von allen Seiten, ja?
00:16:33: Ja
00:16:33: für die Reformschritte also das kriegt sie von Parteien des ganz linken und teilweise des ganz rechten Lagers Das kriegt sich von Arbeitgebern davon den Ärzten von der GKV von der PKV von allen kriegt es Feuer.
00:16:46: Da würde ich doch mal sagen kann ja Zeichen eines Kompromisses sein wenn keiner zufrieden ist.
00:16:52: Ja und zeichnen eine Reform in der alle was beisteuern sollen und keiner will.
00:16:55: Genau
00:16:56: in der ihr auch beisteuern muss.
00:16:57: Und wenn wir dann gucken, du hast gefragt nach der Ausgabenseite also ich sehe eigentlich zwei wesentliche Bereiche wie wir auf der Ausgovenseite besser werden können.
00:17:08: das erste ist Eigenverantwortung und Transparenz.
00:17:13: da macht man ja so gerne draus dass es Herleistungskürzung Das muss aber gar nicht sein.
00:17:18: Ich nenne zwei Beispiele die habe ich auch in der von dir genannten Pressekonferenz her genannt.
00:17:22: oder eine Presse Sprich.
00:17:24: Das eine ist die Vollkasko-Mentalität in der Bevölkerung.
00:17:28: Jemand muss sich um meine Probleme kümmern, ich musste echt... Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte!
00:17:33: Der Spritpreis geht hoch und sofort muss der Staub was tun.
00:17:36: Ich habe geweint.
00:17:37: Genau Und ich hab ja erzählt von einer Arzthelferin aus meinem persönlichen Umfeld, die ihren Beruf aufgegeben hat weil sie es nicht mehr erträgt.
00:17:44: Da kommt ein Mutter mit dem Kind in die Kinderarztpraxis und sagt das Kind kommt nicht mit den Handflächen auf die Erde Sie müssen Krankengymnastik aufschreiben.
00:17:51: Das habe ich mir gemerkt, das Beispiel als Vater zweier Kinder.
00:17:55: Und sie
00:17:55: sagt dann, ich gebe euch die Nummer vom Sportverein oder da ist eine trockene Stelle am Arm und da will sie ne Salbe.
00:18:00: und dann sagt der Mensch hier gibt es einen DM.
00:18:02: also warum
00:18:03: muss
00:18:04: alles von jemandem gewährleistet werden?
00:18:07: Wo ist meine Eigenverantwortung?
00:18:09: dazu gehört auch Transparenz.
00:18:11: noch das Beispiel hab ich erzählt übrigens ein selbst erlebtes wenn ich für irgendeine Diagnose ein Medikament brauche
00:18:19: ja
00:18:20: und dann kriege ich den Rezept und es stehen fünfzig Tabletten drauf.
00:18:23: Und dann gucke ich mir den Plan an, den der Arzt gibt und komme nach Adam Riese auf zwanzig Tablette, die ich brauche.
00:18:29: Warum brauche ich da eine fünftige Packung?
00:18:32: Und in der gesetzlichen ist es halt so, dass kein Patient sieht welche Kosten ausgelöst werden.
00:18:40: Stimmt!
00:18:41: Es ist völkvoll kommende Black Box.
00:18:43: deswegen kann auch keiner mitgestalten.
00:18:45: und zur Eigenverantwortung.
00:18:46: Dann kommen eben die Beispiele, die schwieriger machen weil die immer gleich ideologisch irgendwie in die Pfanne gehauen werden, also nehmen wir mal Zahlen.
00:18:56: Man kann an der Zahngesundheit der Schweizer Rekuten nachweisen – auch in Finnland kann man das nachweisen -, dass die Zahngesundheit nicht schlechter sein muss weil es keine Zahnleistung gibt oder Zahnersatzleistungen gibt.
00:19:08: Wenn Menschen ganz früh wissen ich krieg nix für die Szene dann ist der Zahnpflegestatus ein ganz anderer und das halte ich nicht für unzumutbare Eigenverantwortung.
00:19:20: Könntest du dir dann also vorstellen, ich als gesetzlich versicherte ... Man soll mir eine Rechnung zeigen beim Arzt oder vielleicht vorher erst mal sagen was ich will.
00:19:29: Ja
00:19:29: klar!
00:19:30: Geht in die Richtung?
00:19:32: Also meine Mutter hat schon vor vierzig Jahren gesagt zu mir ist es eigentlich nicht möglich ne Arztpraxis ohne Rezept zu verlassen.
00:19:38: Warum
00:19:38: nicht?!
00:19:39: Gute Frage, ich weiß es nicht weil die etwas verdienen müssen.
00:19:42: keine Ahnung.
00:19:42: Ich glaube es gibt wahrscheinlich nicht den einen Grund sondern ganz viele unterschiedliche Gründe.
00:19:47: aber de facto ist es so dass wir keine Transparenz haben, wir haben keine Eigenverantwortung.
00:19:54: Und das ist der zweite Bereich der Ausgabenseite.
00:19:57: Wir haben ein Vergütungssystem, das meines Erachtens die falschen Anreize setzt.
00:20:04: Ich habe kürzlich einen Interview gehört mit dem Hendrik Streeck, dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung ja auch im.
00:20:10: Prominenter Pandemiearzt damals aus Nordrhein-Westfalen war es, der da in Heinsberg diese Karnevalssachen analysiert hat Und er sagt, sie haben sich in den USA Modellversuche angeguckt.
00:20:22: Da wurde nicht die einzelne Leistung vergütet sondern der Behandlungsverlauf.
00:20:27: und bei uns ist es doch so... Die dritte Röntgenuntersuchungen und das vierte Blutbild werden vergütelt wie das erste.
00:20:35: Warum?
00:20:36: Da sagt ihr dann auch sogar jeder warum muss ich mir fünfmal das Knie röntken lassen?
00:20:39: Das ist ja irgendwann mal vielleicht nicht mehr unschädlich.
00:20:42: und warum also?
00:20:44: das vierten Blut Bild bringt keine neuen Erkenntnisse gegenüber dem ersten bis dritten.
00:20:48: Also warum müssen wir das alles vergüten?
00:20:50: Und warum können wir nicht nach Versicherungswirtschaft stehen, wie ganz viel von Prozessen end-to-end.
00:20:55: Warum kann ich nicht einen Gesundheitsverlauf insgesamt betrachten und dann vergühten?
00:21:01: Warum muss ich auf die Einzelleistung
00:21:02: gehen?".
00:21:03: Ich verstehe es mit dem Verlauf noch nicht ganz!
00:21:05: Kannst du nochmal erklären, wie das dann aussehen
00:21:06: würde?!
00:21:07: Also
00:21:07: ich bin kein Mediziner, da sind sicherlich beruhigbarer als ich.
00:21:10: also meine dem Punkt leihenhafte Vorstellung wäre... Du hast – ich weiß es nicht– Bandscheibenvorfall oder es könnte einer sein, brauchst du erstmal jemanden der eine Diagnose stellt.
00:21:21: Und dann brauchst Du eine Therapie.
00:21:23: und wenn du dann zum Beispiel davon würd ich bei einer schwerwiegenden Erkrankung und da würde ich jetzt einen Bandschreiben Vorfall dazu zählen ist es ja manchmal sinnvoll sich ne Zweitmeinung einzuholen.
00:21:33: also wenn der Arzt operieren will und ich denke mir ist das so richtig?
00:21:37: Ich frag mal den zweiten Arzt warum müsste ich dann zum beispiel nochmal ein MRT finanzieren Als Versicherer als gesetzlicher Krankenversier und könnte nicht sagen, die Zweitmeinung muss auf Basis des ersten mrt erfolgen.
00:21:51: Und ein zweites e wird schlicht nicht mehr vergüttet.
00:21:55: Okay das leuchtet jetzt ein.
00:21:56: gibt es irgendwelche Rechnungen Kalkulationen wie viel man durch so was sparen könnte?
00:22:02: Es gibt ja auch so einen Schwarzbuch Steuern und so keine Ahnung.
00:22:05: hat jemand gerechnet?
00:22:06: ich hab's tatsächlich mal mit Kollegen gerechnet.
00:22:08: Ich würde jetzt aber gerne zahlen in der Welt setzen weil das jede Zahl die man in die Welt setzt ist angreifbar, weil die immer unter Annahmen liegt.
00:22:16: Aber ich mache es vielleicht mal von der anderen Seite kommt und jetzt bin ich da springe ich nochmal in ein anderes Sozialsystem, die Pflege.
00:22:23: Weil da die ganzen Zahlen alle bisschen kleiner sind und kommen.
00:22:26: auch zurück zu dem Thema Kapitaldeckung.
00:22:29: also einerseits was kann ich an Effizienzen heben?
00:22:31: andererseits was kanne ich über Kapital-Deckungen auf der Beitragsseite oder der Einnahmenseite verbessern?
00:22:38: In der Pflegefersicherung Das haben wir tatsächlich mal gerechnet vor ein paar Jahren mit Experten von Hochschulen.
00:22:45: Brauchen wir einen Kapitalstock von zwanzig bis zweinzehn Milliarden Euro?
00:22:49: Also in der Krankenversicherung ist es viel, viel mehr.
00:22:52: Deswegen ist das auch schwieriger zu erreichen.
00:22:54: Aber in der Pflege kommt man mit zwanzich bis zweiundzwanzig Milliarden sehr, sehr weit.
00:22:58: So jetzt haben wir die beginnende Panselnierung der Baby Boomer.
00:23:02: Jeder zweite Mensch in Deutschland wird pflegefall Bis die Baby-Boomer, die jetzt in Rente gehen, Pflegefälle werden, gehen noch fünfzehn bis zwanzig Jahre ins Land.
00:23:11: Sollte eine Volkswirtschaft wie Deutschland mit einem Bundeshaushalt von fünfhundert Milliarden nicht in der Lage sein, in fünfzehnt bis zwanzig Jahren einen Kapitalstock von zwanzich Milliarden aufzubauen?
00:23:23: Ich denke auch.
00:23:23: Das sollte machbar sein!
00:23:25: Und das wäre halt die Frage der Prioritäten, die man sieht und dass man sagt wir brauchen ne nachhaltige Finanzierung der Sozialsysteme denn so Kann es nicht weitergehen?
00:23:36: Wir laufen darauf hin.
00:23:38: Also meine Kinder, die sind Jahrgangs'九zehn- neunzig, siebenundneunzig und neunundneinzig, werden in ihrem Erwerbsleben durchschnittlich Sozialversicherungsbeiträge von mehr als fünfzig Prozent haben.
00:23:51: Und es gab jahrzehntelang in der Politik einen Konsens das darf nicht über vierzig hinaus gehen.
00:23:55: Dieser Konsens ist seit der Ampelregierung weg, da stand's nicht mehr im Koalitionsvertrag.
00:23:59: eigentlich waren sich immer einig über vierzlich darf es nicht hinausgehen.
00:24:03: Die Prognosen sagen, es wird über fünfzig steigen für die genannten Jahrgänge.
00:24:08: Und das können wir uns nicht mehr leisten.
00:24:09: Dann wird Arbeit viel zu teuer.
00:24:11: und dann also meines Erachtens ist ein großes Wort.
00:24:14: aber versündigen wir uns dann auch in den jüngeren Generationen denn so kann Generationenvertrag nicht funktionieren dass die die Nachrücken nachher fünfzig Prozent Sozialversicherungsbeiträge haben.
00:24:25: wenn wir jetzt wirklich solchen Kapitalstock aufgebaut kriegen dann gibt's ja zwei Möglichkeiten sowas zu nutzen.
00:24:32: Entweder ich entnehme nach Bedarf, da ist die Verführung immer ziemlich groß.
00:24:36: Man kann mehr entnehmen oder wir kassieren die laufenden Dividenden, die hier im Kennvor auch rechtlich fließen.
00:24:43: Wo wärst du denn da?
00:24:44: Also in Namen nach Bedarfe finde ich ganz schwierig.
00:24:48: Wenn eine Kapitalanlage eines Schlimmes dann, wenn ich Kapitadanlagen auflösen muss,
00:24:53: weil ich
00:24:54: Geld brauche das kann nicht sein.
00:24:55: also muss es natürlich so aufgebaut werden dass man von den Renditen die Finanzierung bestreitet
00:25:02: Und dann
00:25:02: bestimmte klare Regeln hat, wann darf man an das Kapital insgesamt rangehen und wann darf es nicht?
00:25:10: Also ich glaube was muss man schon sehr gründlich durchdenken.
00:25:13: Man braucht natürlich Rückladen die man in Notlagen oder in schwierigen Jahren auch mal nutzen kann.
00:25:19: Das muss aber klar definiert sein.
00:25:20: also das Grundkapital da muss glaube ich wirklich eine chinesische Mauer sein.
00:25:24: Da darf niemand ran gehen und dass ist natürlich auch die Sorge die man immer hat.
00:25:28: würde der Staat, wenn der Haushalt eng wird auf diese Gelder zugreifen.
00:25:31: Die Gefahr ist wohl da!
00:25:33: Dann sehe ich aber noch ein anderes Problem denn der Staat hat sowieso schon einen Spitzaufknopf genäht?
00:25:38: Was ist denn, wenn er dieses Kapital dann aus Schulden aufbauen muss?
00:25:41: das war ja auch die große Diskussion beim Generationenkapital von Christian Lindner.
00:25:45: Das
00:25:45: finde ich ist ein valides Argument.
00:25:47: keiner von uns der privat kleine Anlagen hat finanziert ihr auf Schulden, da würde auch jeder vernünftige Finanzberater verabraten.
00:25:54: Genau!
00:25:55: Jetzt
00:25:55: ist ja beim Haushalt für mich zumindest nicht so hundertprozentig klar was ist denn jetzt Schulden?
00:26:00: Was sind Sondervermögen und was ist durch Einnahmen sichergestellt?
00:26:05: Ich glaube es der staatliche Haushalt auch eine andere Situation als das was wir privat sagen.
00:26:12: ich würde nicht auf Schuldene Kapitalanlage bauen.
00:26:15: Ich glaube darf nicht dazu führen wenn man solches Kapital Für die sozialversicherung bildet, dass man damit unter eine Zinslast gerät, die das ganze konterkariert.
00:26:25: Also das muss man sicherlich sehr gründlich austarieren... ...dass man da nicht von der Substanz lebt und keine Zins-Last aufbaut, sondern tatsächlich einen gesunden Kapitalstock aufbauen.
00:26:38: Klingt vernünftig!
00:26:41: Würde ich das jetzt tatsächlich erstmal so nehmen, diesen Teil und möchte trotzdem von dir als Krankenversicherer noch wissen.
00:26:48: Wie findest du denn eigentlich die GKV-Reform?
00:26:51: Ich mach mich mal unbelebt und sag' ich fühl's sich gut!
00:26:54: Das ist jetzt auch... also Moment!
00:26:58: Jetzt hast Du mich erwischt.
00:26:59: Hätte ich nicht gedacht.
00:27:00: Warum?!
00:27:00: Also ... ich spreche jetzt nicht, als Lobbyist der PKV.
00:27:04: Ich spreche nicht als, ich weiß nicht was, sondern als jemand, Sorgen macht, um unsere Sozialversicherung.
00:27:11: Ich halte unsere Sozial- versicherung für eine wirkliche Errungenschaft.
00:27:16: Für etwas was uns Stabilität bringt.
00:27:19: Sicherlich auch ein Beitrag dass wir nicht wie andere Länder so was wie Generalstreiks kennen und so.
00:27:24: das ist etwas wichtiges, das es etwas wertvoll ist, dass es etwas schützenswert ist.
00:27:29: Es ist aber gleichzeitig etwas dringend Reformbedürftiges denn wenn wir's nicht verändern werden wirs verlieren.
00:27:36: Die Demografie is klar Die habe ich genannt und ich mache mir aus zwei Gründen wirklich Sorgen.
00:27:41: Der erste Grund ist, was ich schon ausgeführt hab die Beitragslast und damit die Vertreuerung von Arbeit.
00:27:47: Und das zweite ist diese drohende und ja von vielen mittlerweile formulierte Reformunfähigkeit.
00:27:58: Ich glaube nicht dass wir reformunfähig sind oder sein müssen aber vieles deutet darauf hin.
00:28:04: Wir haben Anfang der zweitausender Jahre Damals war ich für die Allianz tätig, haben wir Modelle fürs Gesundheitswesen entwickelt.
00:28:11: Und dann kam ich im Jahr zwanzig zurück in die Krankenversicherung nach fünfzehn Jahren oder so und die Problemstellung waren genau dieselben.
00:28:19: Es hat sich nicht bewegt.
00:28:21: Nichts verändert ja?
00:28:22: Nichts!
00:28:22: Demokratie ist immer noch die gleiche.
00:28:24: es wird immer noch der Wahl von einer Bürgerversicherung fabuliert.
00:28:28: nochmal das würde kein Problem lösen.
00:28:30: Das würde eher die Probleme verschärfen und an die wirklichen Strukturen vom geht man nicht ran und das ist meine Sache, es ist dringend nötig.
00:28:39: Wir dürfen es nicht mehr zulassen dass jeder Reformschritt zerredet wird.
00:28:45: deswegen sage ich, ich finde das gut.
00:28:47: Frau Waken ist wenn ich es richtig sehe die erste seit Ola Schmidt.
00:28:51: Das war zweites Kabinett Schröder erstes Kabinent Merkel.
00:28:55: Ich kann mich dunkel erinnern
00:28:56: Ja, ich glaube das war die letzte Gesundheitsministerin die das mit der Empfung in den Mund genommen hat.
00:29:02: Und Dieser Gesetzentwurf oder dieses Gesetz von Frau Wagen ist, wenn ich es richtig überblicke das erste, dass keine Leistungsauswaltung vorsieht.
00:29:10: Sondern das wirklich mal sagt wir müssen reduzieren.
00:29:12: Es gibt ungefähr zwei Drittel auf die Ausgabenseite.
00:29:15: Dass es ein Drittel Auf die Einnahmenseite geht finde ich persönlich nicht so gut, finde ich den richtigen Weg aber es ist ein Schritt in Reformfähigkeit.
00:29:25: Wenn wir das nicht schaffen diese Reformen Dann werden die extremistischen Ränder immer stärker werden und dann wird es fast unsteuerbar.
00:29:32: Und das System, Krankenversicherungswesen, Gesundheitswesen zu reformieren ist glaube ich konzeptionell und intellektuell eine unfassbare hohe Herausforderung.
00:29:45: Wenn man immer gleich ideologische Schranken drauflegt, wird es unsteuernbar und wird es unlösbar.
00:29:51: Deswegen geht es nicht, dass sofort Jeder Lobby ist jetzt nochmal egal ob links oder rechts, egal ob Arzt oder organisierter Arzt.
00:30:01: Egal ob GKV oder PKV sofort dagegen schießen es geht nicht.
00:30:05: da bin ich damals wahnsinnig drüber aufgeregt dass sich ein Olaf Scholz vor der letzten Bundestagswahl instellt und suggeriert andere Parteien wollten Renten kürzen.
00:30:15: Dass man jetzt Herrn Merz unterstellt, er wolle Renten kürzen wenn er von Basisabsicherung spielt.
00:30:19: Das geht überhaupt nicht!
00:30:20: Es gibt ein Sozialgesetzbuch.
00:30:21: Renten werden nicht gekürzt.
00:30:23: Punkt das geht nicht.
00:30:25: Man muss ernsthaft darüber nachdenken.
00:30:28: können wir uns die Rentensteigerungen leisten?
00:30:31: Können wir uns das Verhältnis zu Leistungsempfänger und Beitragszahler leisten?
00:30:36: Ich verstehe gerade den Bogen, Waken will ja auch nicht wirklich kürzen.
00:30:40: Die will die Steigerungen drösseln richtig?
00:30:42: Ein bisschen will sie schon.
00:30:43: Sie will an die Pharmaunternehmen ein Stück ran.
00:30:46: Ja das war okay oder?
00:30:47: Naja es gibt schon Ansätze zur Kürzung.
00:30:49: aber ich glaube das Thema Eigenverantwortung Transparenz da geht noch viel mehr und es geht auch im Bereich eines anderen Anreizsystems für Gesundheitskosten geht auch viel mehr.
00:31:00: Aber es ist ein Schritt.
00:31:02: Es ist mal einen Schritt der keine Leistungsausweitung aussieht der nicht die leider zunehmende Vollkasko-Mentalität, die ich vorhin skizziert habe befeuert.
00:31:10: Sondern er sagt Leute es ist eng!
00:31:13: Wir müssen etwas reformieren und wir müssen für jeden eine Zumutung
00:31:17: ertragen.".
00:31:17: Okay dann hätte ich aber trotzdem noch deine Meinung als privater Krankenversicherer.
00:31:22: jetzt hat der PKV Verband.
00:31:24: Der ruft gleich die Bürgerversicherung aus und beschränkte Wahlfreiheit von Millionen und also der klang sehr traurig der PK V verband.
00:31:32: Aber Frau Waken sieht eine Wechselwelle in Richtung PKV.
00:31:35: Hunderttausend Leute könnten rüber machen, wo bist du denn da so?
00:31:40: Was glaubst Du eher?
00:31:41: Also
00:31:41: ich habe ja bewusst gesagt Ich äußere mich jetzt nicht als Vertreter eines Stakeholders sondern ich hab' ne eigene Meinung dazu was ich volkswirtschaftlich und gesellschaftlich für notwendig halte.
00:31:53: Und ich glaube dass jeder Stakeholder inklusive Frau Wagen und inklusive des PKV-Verbandes aus seiner Sicht recht hat.
00:32:00: Natürlich wird der Markt für die PKV dadurch eingegrenzt.
00:32:04: Natürlich wird Wahlfreiheit beschränkt und das finde ich persönlich auch nicht gut, es finde ich nicht den richtigen Weg.
00:32:10: Trotzdem sage ich insgesamt ist es mal ein Schritt, der nicht Vollkasko-Mentalität befördert, der Nichtleistungsausweitung vorsieht sondern er sagt wir müssen den Gürtel enger schnellen Wir brauchen Transparenz, wir brauchen Kostendämpfungen und deswegen finde ich diesen Reformschritt gut.
00:32:29: Und das nämlich jetzt als Abschlusswort.
00:32:32: Mein lieber Uli, ich danke dir ganz vielmals für die Antworten und die Auskünfte!
00:32:36: Wir schauen mal wie es weitergeht in Berlin mit der Reform... ...und vielleicht kommt auch irgendwann einmal die Kapitaldeckung.
00:32:43: Hoffen wir mal, ne?
00:32:43: Ich
00:32:44: würde's mir wünschen.
00:32:44: Danke fürs Interesse.
00:32:45: Ich danke dir.
00:32:49: Die News der Woche.
00:32:50: Zweiundfünfzig Prozent der Deutschen können sich vorstellen ein Altersvorsorge-Depot zu eröffnen.
00:32:55: Und dass obwohl sich nur acht Prozent darüber gut informiert fühlen.
00:32:59: Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des digitalen Vermögensverwaltes Quirion.
00:33:04: Das Altersvorsorge-Depot löst ab ersten Januar, die Riesterente ab und ermöglicht kapitalmarktbasiertes Span mit staatlicher Förderung.
00:33:14: Laut Umfrage ist die Abschlussbereitschaft für ein Altersforsorgedepot bei den sechzehn bis vierzigjährigen am höchsten.
00:33:21: Auch wer jetzt schon privat vorsorgt, ist deutlich aufgeschlossener.
00:33:25: Beim Timing sind die Abschlussbereiten unter den Befragten gespalten.
00:33:37: Als Vertragspartner ziehen die Befragten v.a.
00:33:39: Banken und Neobroker oder digitale Vermögensverwalter in Betracht, sie kommen alle auf forty-sech Prozent.
00:33:46: Es folgt der Staat mit forty-vier Prozent dann erst Versicherungen mit forty Prozent.
00:33:52: Für fifty-neinzig Prozent der Befragen sind verständliche und transparente Produktinfos das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Altersvorsorgedepots.
00:34:00: Niedrige Gebühren rangieren auf Platz zwei klare Regeln für die Auszahlung auf Platz
00:34:05: drei.
00:34:06: Laut Umfrage würden die interessierten Befragten im Schnitt hundertundachtzig Euro monatlich einzahlen, mit deutlichem Unterschied bei den Geschlechtern.
00:34:15: Männer planen zweihundertdrehen zwanzig Euro pro Monat zu investieren?
00:34:19: Frauen nur hundertzwanzig euro!
00:34:21: Und was ist mit bestehenden Riester-Verträgen?
00:34:24: Rundeinviertel der Befrakten mit aktivem Riestervertrag will den Vertrag behalten – aber ruhen lassen und parallel ein Altersvorsorgedepot eröffnen um von einer neuen Förderung zu profitieren.
00:34:35: Zweiundzwanzig Prozent planen, den bisher aktiven Riechstervertrag in ein neu eröffnetes Altersvorsorge-Deput zu übertragen.
00:34:44: Die private Krankenversicherung PKV hat im Jahr twenty-fünfundzwundzig ihr drittes Wachstumsjahr infolge verzeichnet – das geht aus dem aktuellen Marktausblick der Kölner Rating-Agentur Assykurata hervor!
00:34:57: In der Vollversicherung stieg die Zahl der Versicherten um null Komma fünf Prozent auf knapp acht Komma acht Millionen.
00:35:04: Auch in der Zusatzversicherung hielt das Wachstum an.
00:35:07: Dort kletterte die Vertragszahl um zwei Komma zwei Prozent auf zweiunddreißig Millionen.
00:35:13: Besonders gut entwickelte sich abermals die betriebliche Krankenversicherung, kurz BKV.
00:35:18: Sechzigtausend sechshundert Unternehmen bieten ihren Beschäftigten eine BKv an – das sind sechzehn Prozent mehr als im Feuer!
00:35:25: Mittlerweile profitieren rund zweikommer acht Millionen Arbeitnehmer von diesem Leistungsbaustein.
00:35:31: Das Wachstum spiegelt sich auch in den Beitragseinnahmen wieder.
00:35:35: Die twenty-fünfundzwanzig auf einen neuen Rekordwert von gut vierundfünftig Milliarden Euro stiegen, ein Plus von sieben Komma drei Prozent.
00:35:44: Allerdings erhöhten sich die Leistungsausgaben nahezu im gleichen Tempo auf zweiundvierzig Milliarden Euro.
00:35:49: Um den anhaltenden Kostendruck zu bewältigen setzen die Versicherer verstärkt auf Digitalisierung und künstliche Intelligenz kurz KI.
00:35:57: KI-Anwendungen werden zunehmend in der Leistungsbearbeitung, im Risikomanagement und im Kundenservice eingesetzt.
00:36:03: Parallel dazu sollen Präventionsprogramme und eine bessere Koordination komplexer Behandlungsabläufe dazu beitragen die Ausgaben langfristig zu dämpfen.
00:36:15: Gesundheitsministerin Nina Warken von CDU hat eine Idee, die der Pflegeversicherung ein paar Milliarden Euro einbringen soll.
00:36:23: Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland R&D berichtet, will sie den Pflegebeitrag für kinderlose Versicherte erhöhen.
00:36:31: Er soll um Nullkommar Eins Prozentpunkte auf dann Null-Kommer
00:36:37: Sieben Prozent
00:36:47: steigen.".
00:36:54: Wie
00:36:54: viel das der Pflegekasse bringen würde, geht aus einer Studie des wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung hervor.
00:37:01: Die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
00:37:03: Demnach würde das Beitragsaufkommen um rund eine Milliarde Euro im Jahr steigen.
00:37:17: So sagte DRV-Chefin Susanna Adelhardt im Rahmen des Jahrespressegesprächs, Zitat.
00:37:35: Dazu müsse der Kapitalmarkt stärker genutzt und Investitionen in Sachwerte gefördert werden.
00:37:41: Die Reform der privaten Altersvorsorge geht für die DAV daher grundsätzlich in die richtige Richtung, um die Vermögensbildung zu stärken – aber das neue Produkt sei kein Ersatz für eine echte
00:37:52: Altersrente.".
00:37:53: Daher sehen die Aktuare Nachholbedarf bei Betriebsrenten.
00:37:57: nur etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer hat in Deutschland eine betriebliche Altersversorgung kurz BAV.
00:38:03: Weshalb die Aktuaere fordern?
00:38:05: Wenn das Ziel eine breite und nachhaltige Absicherung des Lebensstandards im Alter ist, braucht es mehr Verbindlichkeit.
00:38:11: Damit werden Auto-Enrollment-Modelle oder ein Obligatorium im Bereich der BRV zum Mittel der Wahl.
00:38:18: Damit Arbeitgeber mitziehen fordert die BRV klare Rahmenbedingungen – keine Einstandspflicht, Anrechnung bestehender Versorgungssysteme und schlanke Standardabläufe besonders für kleine
00:38:30: Unternehmen.".
00:38:30: Darüber hinaus sehen die aktuelle Reformbedarf in der Rentenphase.
00:38:34: Flexiblere Modelle mit moderat schwankenden Renten könnten höhere langfristige Renditen ermöglichen und damit insgesamt höhere lebenslange Alterseinkommen schaffen.
00:38:45: Alles ein bisschen lockerer eben!
00:38:47: Voraussetzung dafür sei ein regulatorischer Rahmen, der langfristig hohe Investitionsquoten in Sachwerte zulässt
00:38:57: Und das war es mit dieser Podcast-Folge.
00:39:00: Wir hören uns am kommenden Freitag wieder.
00:39:02: Bis dahin gilt wie immer Bleiben Sie optimistisch, genießen sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.