Podcast-Folge 268: Noch viel zu tun in der Ruhestandsplanung
Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 268 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 15. Mai 2026.
Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk sprechen wir über interessante Themen, die die Redaktion auf Terminen eingesammelt hat. • Mit Christian Nuschele, Head of Distribution Deutschland und Österreich bei Standard Life, blicken wir auf 30 Jahre Standard Life in Deutschland, die Altersvorsorgereform und mehr. • Und in den News der Woche schließen sich zwei Maklerverbunde zusammen. Verona Pooth scheitert vor Gericht. Jeder dritte Tierhalter möchte eine Tierversicherung abschließen. Und Pflegearmut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Wir waren vergangene und diese Woche unterwegs und berichten von den Terminen: BVK-Jubiläum, Aruna-Fachmesse und unser Roundtable zum Thema Altersvorsorgereform. https://www.pfefferminzia.de/vorsorge/warum-der-bvk-mit-dem-gdv-weiter-ueber-kreuz-liegt/ https://www.pfefferminzia.de/branche/bildstrecken/30-jahre-die-aruna-fachmesse-in-bildern/ https://roundtable.pfefferminzia.de/
Im Gespräch Mit Christian Nuschele, Standard Life Eine Frage, die wahrscheinlich jeder Lebensversicherer im Moment zu hören bekommt, ist: Werdet ihr auch ein Altersvorsorgedepot anbieten? Klar habe ich das auch Christian Nuschele gefragt, der bei Standard Life Deutschland und Österreich den Vertrieb leitet. Seine Antwort – etwas im Wortlaut geändert: Nö. Warum Standard Life hier nicht aktiv werden will, wie Christian auf das 30-jährige Firmenjubiläum des Versicherers blickt und ob es in Deutschland noch Nachholbedarf in Sachen Ruhestandsplanung gibt, erfahren Sie jetzt im Gespräch.
Die News der Woche Die Maklerverbunde Germanbroker.net und Charta Börse für Versicherungen wollen fusionieren. Die jeweiligen Maklereigentümer sollen Ende Juni dem Vorhaben zustimmen. In Kraft treten soll es dann rückwirkend zum 1. Januar 2026.
Wie die Verbunde mitteilen, wollen sie sich dann zu einer gemeinsamen Organisation verschmelzen, um damit ihre Kräfte zu bündeln. Etwas ähnliches hatten sie schon im Vorfeld getan: Im Oktober 2024 hatten sie gemeldet, auf mehreren Gebieten zusammenarbeiten zu wollen. Und auch dieser „strategischen Allianz“ gingen einige Jahre mit „freundschaftlicher Zusammenarbeit“ voraus, wie es damals schon hieß.
Jetzt also der komplette Zusammenschluss. Er soll insbesondere eine Antwort auf die harte technologische Konkurrenz in der Branche liefern. Das könne man nicht mehr im Alleingang schaffen, so die Verbunde. Hartmut Goebel, Vorstand der Germanbroker.net, erklärt das mal: „Durch die Bündelung unserer Ressourcen und Kompetenzen schaffen wir die Grundlage, um unser Dienstleistungsangebot gezielt auszubauen und gleichzeitig auch die digitale Unabhängigkeit unserer Partnermakler zu sichern. Gleichzeitig bleibt das Persönliche ein wesentlicher Bestandteil des gemeinsamen Selbstverständnisses, mit direkten Ansprechpartnern und hoher Erreichbarkeit für unsere Partnermakler.“
Die Fusion soll demnach wohl nicht als Sparprogramm dienen. Folglich will man auch alle Arbeitsplätze und die Standorte beider Unternehmen erhalten: Charta sitzt in Düsseldorf, Germanbroker.net in Hagen, nur 66 Kilometer Autofahrt entfernt.
Jingle Die Moderatorin Verona Pooth ist mit der Klage gegen ihren ehemaligen Versicherungsmakler vor Gericht vorerst gescheitert. Das Landgericht Düsseldorf wies die Klage der Eheleute Verona und Franjo Pooth ab. Sie müssen auch die Kosten des Verfahrens tragen. Das letzte Wort ist in der Sache noch nicht gesprochen. Die Kläger können eine Instanz höher gehen und Berufung am Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.
Die Eheleute werfen ihrem ehemaligen Versicherungsmakler vor, sie falsch beraten zu haben. Unbekannte hatten ihnen Weihnachten 2021 Schmuck im Wert von etwa 1,3 Million Euro gestohlen. Zunächst hieß es, die Versicherung habe davon lediglich 650.000 Euro erstattet. Später wurden es immerhin 975.000 Euro. Trotzdem blieb ein Betrag offen, weil die Pooths unterversichert waren, wie sich im Nachhinein herausstellte. Dafür gaben sie ihrem Makler die Schuld und forderten von ihm 675.000 Euro. Der Makler wies das jedoch zurück.
Nach dem ersten Verhandlungstag in Düsseldorf hatte die Richterin angeregt, sich mit dem Makler außergerichtlich zu einigen. Demnach hätten die Pooths ein Drittel der geforderten Summe bekommen. Doch das wollte der Versicherungsmakler nicht akzeptieren.
Die „Bild“-Zeitung zitiert nun eine Gerichtssprecherin, wonach der Makler eine ordnungsgemäß geführte Liste der Wertgegenstände vorweisen konnte, denen die Pooths nie widersprochen hatten. Verona Pooth hingegen konnte nicht nachweisen, dass die Liste falsch gewesen sei und sie die weiteren hinzugekauften Schmuckstücke gemeldet hatte.
Jingle Die Deutschen wollen ihre Tiere gut abgesichert wissen: So besitzen 90 Prozent der Pferdebesitzer, 84 Prozent der Hundebesitzer und 32 Prozent der Katzenbesitzer mindestens eine Tierversicherung. Und gut jeder dritte Tierhalter möchte eine entsprechende Police abschließen. Besonders stark ist das Interesse dabei an Tierkranken- und Tier-OP-Versicherungen.
Das zeigt die aktuelle Trendstudie „Tierversicherungen 2026 – Status Quo, Potenziale und Perspektiven“ des Marktforschers Nordlight Research. Rund 1.400 Tierbesitzer ab 18 Jahren wurden dafür befragt.
Klarer Marktführer bei Tierversicherungen für Hunde und Katzen ist die Allianz. Die Uelzener schafft als Spezialversicherer Platz 1 im Marktsegment Pferde. Im Durchschnitt zeigen sich die Versicherungskunden mit ihren aktuellen Anbietern sehr zufrieden. Auch die Weiterempfehlungsbereitschaft der Tierversicherer bleibt hoch.
Ungeachtet des großen Marktpotenzials bleibt der Verkauf von Tierpolicen anspruchsvoll: Die Befragten nennen etwa die Kosten als Abschlusshürde. Viele schätzen auch das Risiko, auf hohen Kosten für ihre Tiere sitzenzubleiben, eher gering ein. Und es gibt zunehmende Zweifel daran, ob die Versicherer im Schadenfall tatsächlich zahlen.
.Jingle Pflegearmut ist kein Randphänomen mehr. Laut einer repräsentativen Meinungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach berichtet fast jede zweite Pflegeperson in Deutschland davon, durch Pflegekosten das eigene Heim oder wesentliche Teile des Ersparten verloren zu haben. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil bei 31 Prozent. Die Umfrage geschah für den neuen Pflegereport der DAK-Gesundheit.
„Wenn jede zweite Pflegeperson bei sich oder im Umfeld durch Pflege das eigene Haus oder den Großteil der Ersparnisse verliert, dann ist das sozialer Sprengstoff“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Er fordert Bund und Länder auf, eine umfassende Pflegereform auf den Weg zu bringen – mit dem Ziel, Heimkostenexplosionen zu begrenzen und die finanzielle Schieflage kommunaler Haushalte nicht weiter zu verschärfen.
Zwei Drittel der Befragten beurteilen die aktuelle Lage in der Pflege als schlecht, die Hälfte erwartet eine weitere Verschlechterung. Konsequenterweise halten 69 Prozent eine umfassende Reform des Pflegesystems für notwendig. Dabei zeigt sich eine bemerkenswerte Reformbereitschaft: Jeder zweite Befragte wäre für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung zu spürbaren Einschnitten bereit. Allerdings gibt es klare rote Linien. Kürzungen beim Pflegegeld lehnen 67 Prozent der Befragten ab. Bemerkenswert: 51 Prozent würden höhere Beiträge akzeptieren, wenn der Staat die Absicherung von Pflegebedürftigkeit vollständig übernimmt.
Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.
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