Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Die Woche 263: Ein Hoch auf Dividenden und KI-Hype vorbei?

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 263 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 10. April 2026.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk sprechen wir über die Dividendenkönigin im Dax – und über Dividenden allgemein. • Tobias Haff, Leiter Vertrieb beim Assekuradeur OCC, geht im Interview auf künstliche Intelligenz ein und die Folgen für den Vertrieb. • Und in den News der Woche zeigt eine aktuelle Auswertung des GDV, welche Versicherungen die Deutschen gerne kaufen – und welche nicht. Til Schweiger gewinnt vor Gericht gegen seine Versicherung. Man ist oft so krank, wie man sich benimmt. Und die Zahl der Versicherungsmakler erreicht ein neues Hoch.

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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) EY hat nachgerechnet, wie viel Geld die Dax-Konzerne an ihre Aktionäre auszahlen – und ist auf eine neue Rekordsumme gestoßen. Ganz vorn landet die Allianz mit einem ordentlichen Milliardenbetrag. Auch die Dividendenrenditen können sich sehen lassen. Wir sprechen darüber. https://www.pfefferminzia.de/branche/die-allianz-bleibt-dividendenkoenigin-im-dax/

Zum Heftgeflüster können Sie sich hier anmelden: https://afterwork.pfefferminzia.de/

Im Gespräch Mit Tobias Haff, OCC Ist der KI-Hype nach wie vor stark. Oder hat sich in Deutschland doch eher eine gewisse KI-Müdigkeit breit gemacht? Das fragten wir Tobias Haff, Vertriebschef des Assekuradeurs OCC. Seiner Ansicht nach schwenkt der Hype gerade in Realität um. Die coolen Tools müssen in die Unternehmensprozesse integriert werden – und das funktioniert nicht immer ganz so gut. Was das unter anderem für Makler bedeutet, darüber sprechen wir jetzt.

Übergangsjingle Die News der Woche Private Haftpflicht, KFZ-Versicherung und Hausratversicherung sind die drei Policen, die die Deutschen sich am ehesten zulegen. Ihre Verbreitung liegt zwischen 90 und 78 Prozent. Das zeigt eine Auswertung des Versicherungsverbands GDV auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS). Diese Stichprobe erhebt das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre. Auch die Rechtsschutzversicherung ist beliebt, fast jeder zweite Haushalt hat eine.

Aufholbedarf gibt es allerdings bei der Altersvorsorge, stellt der Verband fest. Kapitallebensversicherungen krebsen bei einem Wert von unter 28 Prozent herum. Und auch die staatlich geförderten Produkte Riester- und Rürup-Renten zeigen sich mit 27 Prozent nicht allzu weit verbreitet. Tendenz sinkend. „Durch starre Garantien, wenig Flexibilität und ein geändertes Zinsumfeld haben Vorsorgemöglichkeiten wie Riester zunehmend an Attraktivität verloren“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen dazu.

Stabil zeigt sich die private Rentenversicherung, aber auch nur mit einem mickrigen Anteil von rund 23 Prozent. Ganz langsam aufwärts geht es mit der Berufsunfähigkeitsversicherung, die einen Wert von knapp 27 Prozent erreicht.

Vor diesem Hintergrund bewertet der GDV das Altersvorsorgereformgesetz als wichtigen Schritt zur Neuordnung der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. „Die Reform ist ein überfälliger Modernisierungsschritt. Sie kann die zusätzliche Altersvorsorge attraktiver machen. Entscheidend ist aber, dass für staatliche und private Angebote die gleichen Regeln gelten“, sagt Asmussen. Kritisch findet er, dass der Staat selbst als Anbieter auftritt. „Wenn staatliche Angebote strukturelle Vorteile haben, droht eine Verzerrung des Wettbewerbs“, warnt Asmussen.

Jingle Eigentlich soll der Versicherer Hiscox dem Schauspieler und Regisseur Til Schweiger knapp 386.000 Euro zahlen. Das urteilte das Landgericht München I. Weil der Rechtsstreit aber schon über sechs Jahre geht, ziehen die Zinsen die Summe auf rund 480.000 Euro hoch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Hiscox dagegen vorgehen will, verrät sie nicht. Sie äußert sich grundsätzlich nicht zu rechtlichen Verfahren.

Was war geschehen? Schweiger hatte für seinen Nebenwohnsitz in Berlin bei der Hiscox mehrere Policen abgeschlossen. Ursache des Streits sind zwei Schäden kurz nacheinander in einer der Wohnungen. Im Juli 2014 gab es einen Rohrbruch, bei dem das Wasser auch in die Bausubstanz sickerte. Als Schweiger im März 2015 die Heizung nach dem Schaden wieder in Betrieb nehmen wollte, brannte es. Auch der Brand beschädigte Inventar und Bausubstanz. Die Hausratversicherung zahlte 2016.

Doch das reichte wohl nicht aus. Denn Schweiger führte noch zahlreiche weitere Kosten an, die er alle auf den Wasserschaden und folgenden Brand zurückführte. Insgesamt verlangte er somit 542.500 Euro plus Zinsen von der Versicherung.

Wenn auch nicht komplett, gaben ihm die Richter zum großen Teil recht. Die vorgelegten Rechnungen für die Sanierungsmaßnahmen seien „weitestgehend plausibel“. Insgesamt überstiegen sie die Versicherungssumme von 300.000 Euro deutlich, weshalb es auf Details nicht mehr ankam. Die tatsächlich maßgebliche Urteilssumme von rund 386.000 Euro entsteht durch zusätzlich angefallene Baunebenkosten, die Hiscox ebenfalls übernehmen soll. Andere von Schweiger angegebene Kosten lehnte das Gericht hingegen ab.

Jingle Lebenswandel und Fehlzeiten hängen eng miteinander zusammen. Das bestätigen Daten der Krankenkasse BIG Direkt Gesund und der Vivamind – Gesellschaft für Präventionsmedizin und Psychologie. Demnach lassen sich bis zu 46 Krankheitstage pro Person innerhalb von drei Jahren vermeiden, indem man sich entsprechend verhält.

Die Dienstleister haben Daten aus sogenannten Gesundheits-Checkups mit späteren Fehlzeiten abgeglichen. Dabei zeigt sich schon im groben Raster, dass Schlaf, Selbstregulation, Bewegung und Gewicht die Ausfalltage enorm beeinflussen.

Hinzu kommen weitere Erkenntnisse im Detail: • Verbessert sich der Schlaf um 25 Prozent, sinkt die Zahl der Fehltage in drei Jahren um 30. • Hohe Selbstregulationskompetenz spart bis zu 46 Krankheitstage. • Jeder zusätzliche Punkt im Body-Mass-Index (BMI) erhöht die Fehlzeiten im Schnitt um 2,5 Tage. • Rauchen steigert Fehlzeiten messbar. • Bereits regelmäßiger Ausdauer- oder Kraftsport kann bis zu 25 Fehltage im Drei-Jahres-Zeitraum vermeiden.

Stefan Diestel, Studienleiter und geschäftsführender Gesellschafter von Vivamind, zeigt sich überrascht: „Psychische Ressourcen und Lebensstilfaktoren haben einen deutlich größeren Einfluss auf Fehlzeiten als bislang angenommen.“

Jingle Die Zahl der Versicherungsmakler in Deutschland ist erneut ein Stück gewachsen und hat somit einen neuen Höchststand erreicht. Zum 1. April 2026 waren 47.027 „Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach Paragraf 34d Absatz 1 Gewerbeordnung“ (GewO) im Vermittlerregister der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) eingetragen. Das sind 76 mehr als noch zum Jahresbeginn.

Im Gegenzug nahm die Zahl der gebundenen Versicherungsvertreter erneut ein Stückchen ab. Jetzt sind es 98.162 Vertreter, also 145 weniger als zum Jahresanfang. Gleichwohl stieg die Gesamtzahl über alle Gruppen von Versicherungsvermittlern hinweg. 178.910 sind es jetzt. Das sind 119 mehr als zu Jahresanfang.

Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.

Abspann


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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