Die Woche 258: Die bessere Altersvorsorge, Vema-Chef und Frauenfinanzen
Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 258 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 06. März 2026.
Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk besprechen wir die Frage, ob Aktienfonds oder Immobilien die bessere Altersvorsorge sind. Außerdem geht es um unsere anstehende Hop-on-Hop-off-Tour in München. • Mit Edda Vogt und Pia Kater sprechen wir über ihre Frauen-Finanz-Bewegung mit dem schönen Namen Trade-Wives. • In den News der Woche verklagt TV-Moderatorin Verona Pooth ihren Versicherungsmakler. Die Geschäftsaussichten der Versicherungsbranche haben sich eingetrübt. Das DIW hat berechnet, wie viel Geld man mindestens für eine würdiges Leben braucht. Und ein weiterer offener Immobilienfonds hat zugemacht. • Und unser Geschäftsführer Jan Roß stellt drei Fragen an Vema-Chef Andreas Brunner.
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Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Eine neue Studie geht der Frage nach, welche Altersvorsorge sich besser rechnet, selbstgenutzte Immobilie oder Aktienfonds. Über das Ergebnis sprechen wir. https://www.pfefferminzia.de/vorsorge/welche-altersvorsorge-ist-besser-aktienfonds-oder-eigenheim/
Im April startet die nächste Hop-on-Hop-off-Tour von Pfefferminzia. Dieses Mal in München. Stationen sind Microsoft, Sales Force, die Fonds Finanz und ein Vesicherer wird auch noch besucht. Themen sind die digitale Transformation des Versicherungsvertriebs, build your own KI-Agent, Praxistipps und mehr. Jetzt anmelden unter: https://hoponhopoff.pfefferminzia-experience.de/ Hier der Rückblick auf die letzte Hop-on-Hop-off-Tour 2025 in Berlin: https://www.pfefferminzia.de/branche/mit-pfefferminzia-auf-reisen-das-ist-die-hop-on-hop-off-tour-durch-berlin-in-bildern/
Im Gespräch Mit Edda Vogt und Pia Kater Edda Vogt und Pia Kater arbeiten schon lange in der Finanzbranche. Edda bei der Deutschen Börse und Pia bis vor kurzem bei der Investmentgesellschaft Lupus Alpha. Doch nebenher haben sie eine … sagen wir mal … Frauen-Finanz-Gruppe mit dem schönen Namen Trade-Wives gegründet. Worum geht es dort? Was wollen sie dort erreichen? Wie kann man mitmachen? Und was gibt es auf den Versammlungen zu trinken? Frage ich doch gleich mal nach. https://investieren-mit-weitblick.de/
Wer Kontakt zu ihnen aufnehmen möchte, kann das über ihre Linkedin-Profile tun. Pia Kater: https://www.linkedin.com/in/pia-kater-a25b94164/ Edda Vogt: https://www.linkedin.com/in/edda-vogt-frankfurt/?locale=de
Die News der Woche TV-Moderatorin Verona Pooth hat Ärger mit ihrer Versicherung, genauer mit ihrem Versicherungsmakler. Was ist da los? Es begann Weihnachten 2021. Einbrecher stiegen in das Haus der Familie Pooth ein und klauten Schmuck: Diamanten, Gold und wertvolle Stücke zum Beispiel von Cartier und Rolex.
Ihre Altersvorsorge, wie die 58-jährige TV-Moderatorin der „Bild“ berichtet. „Mein Schmuck war über eine Million Euro wert“, so Pooth gegenüber der Zeitung. Das Gute: Der Schmuck war versichert. Das Problem: Er war offensichtlich nicht hoch genug versichert. Einen Teil des Schadens hat die Versicherung, die Helvetia, erstattet. Laut Pooth 650.000 Euro. Aber ein „erheblicher Betrag“ sei noch offen, meint sie.
Verantwortlich für den Ärger macht die Moderatorin jetzt ihren ehemaligen Versicherungsmakler. Er habe sie falsch beraten, was zur Unterversicherung geführt habe. Der Makler bestreitet das. Der Fall liegt jetzt beim Landgericht Düsseldorf.
Nach dem ersten Verhandlungstag regte die Richterin am Landgericht Düsseldorf eine außergerichtliche Einigung an, berichtet die Bild weiter. Auch, weil Pooth eine Falschberatung beweisen müsse, das Risiko also eher bei ihr liege. Die zu zahlende Summe würde laut Bild dann noch einmal 295.000 Euro betragen.
Jingle Die deutsche Wirtschaft spielt schon eine Weile den Blues. Und jetzt scheint sich die Versicherungsbranche dem anzuschließen. Zum Jahresende 2025 hat sich die Stimmung dort eingetrübt, meldet der Branchenverband GDV. Dabei bezieht er sich auf den neuen Ifo-Konjunkturtest fürs vierte Quartal.
Der ist in Bezug auf die Gegenwart zumindest noch nicht im Krisenmodus. Mit einem Punktestand von 28,0 schätzen die befragten Versicherer die aktuelle Lage weiter sehr gut ein. Allerdings relativ deutlich schwächer als noch ein Quartal zuvor (minus 10,8 Punkte). Die Geschäftserwartung sinkt hingegen um 8,9 Punkte auf minus 2,7 Punkte.
„Die Versicherer stehen wirtschaftlich auf einem guten Fundament, aber wir sind ein Spiegelbild der gesamten Volkswirtschaft“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Wenn weniger gebaut wird, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, dann gibt es weniger zu versichern. Für 2026 rechnen viele Unternehmen daher mit anspruchsvolleren Marktbedingungen.“
Jingle Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie viel Geld man in Deutschland für ein menschenwürdiges Leben benötigt. Genaugenommen zielen die Studienautoren Jürgen Schupp und Sabine Zinn in Richtung Bürgergeld, dessen geeignete Höhe immer wieder heiß diskutiert wird. Doch das Ergebnis lässt sich problemlos auf alle Bereiche des Lebens ausrollen. Zum Beispiel auf die Frage, welche Rente im Alter oder bei Berufsunfähigkeit reichen könnte, und wann es knapp wird.
Aktuell beträgt das sächliche Existenzminimum für eine Person 995 Euro im Monat. Das gilt auch für Rentner. Neue Werte soll es in diesem Jahr geben, als wahrscheinlich gelten 1.008 Euro. Womit wir zur Frage kommen, welche Beträge die Deutschen für nötig halten. Das machen die Forscher des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) an zwei Fragen fest: • Reicht Ihr eigenes Einkommen für ein würdevolles Leben? • Reicht das Bürgergeld für ein würdevolles Leben?
Wobei schon die erste Frage zu interessanten Ergebnissen führt: Fast jeder Fünfte (19 Prozent) gab an, dass das Einkommen für ein würdevolles Leben nicht reicht. Weitere 20 Prozent sagen „teils/teils“. Und 61 Prozent sagen: „Ja, das Einkommen reicht aus.“
Diese Mehrheit mag zunächst erfreulich sein. Doch für ein Land, das sich selbst so gern seines Wohlstands rühmt, sei auch die Frage gestattet: Warum empfinden fast 40 Prozent ihr Einkommen komplett oder zum Teil als lebensunwürdig? Mag ja sein, dass das der rein subjektive Eindruck der Befragten ist. Aber ist das nicht trotzdem ziemlich viel?
In Hinblick auf die Höhe der Einkommen in Euro scheint es eine Schmerzgrenze zu geben. Denn vor allem die Gruppen mit bis zu 1.000 Euro und von 1.000 bis 2.000 Euro Einkommen stimmen besonders selten zu, dass das für ein menschenwürdiges Leben reichen soll. Damit zeigt die Umfrage, dass die sozialrechtlich angenommenen oben erwähnten Beträge von rund 1.000 Euro im Monat nicht hinten und nicht vorne reichen.
Jingle Ein weiterer offener Immobilienfonds hat seine Pforten geschlossen. Anleger des Fokus Wohnen Deutschland können keine Anteile mehr zurückgeben. Das teilt die fürs Portfolio zuständige Industria Immobilien mit. Die Sperre gilt seit dem 26. Februar 2026 um 12 Uhr und soll 36 Monate dauern.
Der Fokus Wohnen Deutschland ist der zweite offene Immobilienfonds nach dem Wertgrund Wohnselect D, der in schwieriges Fahrwasser geraten ist. Die Umstände gleichen sich: Beide Fonds haben sich auf Wohnungen in Deutschland spezialisiert. Beide waren durch die Zinswende 2022 in Schwierigkeiten geraten, weil Kredite teurer wurden und den Immobilienmarkt belasteten. Und nun reicht der Barbestand nicht mehr aus, um aussteigende Anleger auszahlen zu können. Von denen gibt es aber viele. Seit über zwei Jahren fließen Summen in Milliardenhöhe aus offenen Immobilienfonds ab. Für Immobilienfonds ist das besonders schwierig, weil Objekte viel langwieriger zu verkaufen sind als beispielsweise Aktien.
Im Gespräch Mit Andreas Brunner, Vema Unser Geschäftsführer Jan Roß hat die Maklergenossenschaft Vema besucht und sich dort mit dem neuen Chef Andreas Brunner unterhalten. Eine der größten Aufgaben der Versicherungswirtschaft in nächster Zeit sei es, Menschen für die Branche zu gewinnen – als Kunden natürlich vor allem auch als Mitarbeitende. Hören wir rein.
Abmod Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Wir hören uns am kommenden Freitag wieder! Bis dahin gilt wie immer: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.
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