Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche #149 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 149 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 15. September 2023.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Wir sprachen mit Dieter Knörrer, Gründer und Gesellschafter der BBG Betriebsberatungs GmbH, über den baldigen Start der DKM und darüber, warum die wichtigste Fachmesse für die Versicherungsbranche in diesem Jahr so anders sein wird als gewohnt. • In den News der Woche hat die Bafin eine Chefin für die Versicherungsaufsicht gefunden. Das Wetter im August wurde für die Versicherungsbranche teuer. Den Deutschen kann es gar nicht schnell genug gehen mit dem Renteneintritt. Und Anlagekunden der Generali sollen künftig auch Geld direkt in Erneuerbare Energien stecken können. • In unserem Format „Lass mal reden“ sagt uns der Nachhaltigkeitsberater der ING Bank, Mario Münch, wie sein Haus den Vermittlern von Immobilienkrediten unter die Arme greifen will. • Und für unser Schwerpunktthema für den Monat September, Vergütung, sprachen wir mit dem Steuerberater Volker Schmidt über Einkünfte, die der Umsatzsteuer unterliegen, und welche umsatzsteuerfrei sind.

Im Gespräch Mit BBG-Gründer Dieter Knörrer Es war das Jahr 1995 als Dieter Knörrer die Fachmesse DKM ins Leben rief – was als kleiner Branchentreff in Bayreuth begann ist über die Jahre zu einem Messe-Großevent gereift, das Jahr für Jahr tausende Versicherungsprofis nach Dortmund lockt. Ende Oktober wird es wieder so weit sein. Doch auch wenn Tradition – gerade in solch bewegten Zeiten – eine schöne Sache ist, muss die DKM mit der Zeit gehen. Denn die Bedürfnisse der Aussteller und der Messebesucher haben sich gewandelt. Wir sprechen nun mit Dieter Knörrer darüber, wie der Gründer und Gesellschafter der BBG mit dem Abschied des allseits beliebten DKM-Organisators Konrad Schmidt umgeht, welche Rolle seine Tochter Lisa Knörrer künftig im Familienunternehmen spielen wird – und was uns auf der runderneuerten DKM 2023 erwartet.

Die News der Woche Die Nachfolge von Versicherungs-Chefaufseher Frank Grund bei der Bafin ist geklärt. Ab 2024 wirft die Branchenexpertin Julia Wiens ihr Adlerauge auf die Branche und leitet als Exekutivdirektorin die Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht. Bafin-Chef Mark Branson freut sich schon mächtig und lässt verlauten: „Sie bringt nicht nur die nötige Fachexpertise für den Job mit, sie ist zudem eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit. Damit ist sie genau die richtige, wenn es darum geht, die Versicherungsaufsicht weiter zu stärken.“

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. In diesem Fall ist es die Baloise Deutschland, in deren Vorstand Wiens zurzeit sitzt. Sie verantwortet dort die Ressorts Finanzen und Kapitalanlagen und Leben. Für Finanzen und Kapitalanlagen ist nun erstmal Christoph Wappler verantwortlich, der Bereichsleiter Finanzielle Steuerung. Hartmut Holz kümmert sich hingegen vorerst um die Lebensversicherungen. Er ist außerdem Bereichsleiter Fachmanagement Leben. Wappler und Holz sind bislang keine Mitglieder des Vorstands.

Baloise-Vorstandschef Jürg Schiltknecht sagt dazu: „Wir bedauern sehr, dass sie uns verlässt, sind aber gleichzeitig stolz und freuen uns für sie über ihre Berufung in eine für die gesamte Branche verantwortungsvolle und wichtige Position. Wir bedanken uns herzlich bei Julia Wiens und wünschen ihr alles Gute auf ihrem weiteren Weg.“ Und dem schließen wir uns einfach mal an.

Jingle Das zum Teil miese Wetter im August kam die Versicherer teuer zu stehen. Hagel, Sturm und Überschwemmung sorgten für versicherte Schäden in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro. Allein die schweren Unwetter zum Ende des Monats schlugen mit 900 Millionen Euro ins Kontor, meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, der GDV.

In der Statistik enthalten sind Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben über 550 Millionen Euro für die Unwetterserie Ende August beziehungsweise 950 Millionen Euro für den gesamten Monat. In der KFZ-Versicherung fielen Schäden in Höhe von 350 Millionen beziehungsweise 550 Millionen Euro an.

Betroffen von den Unwettern mit Sturm und Hagel war vor allem Bayern. Tief „Denis“ hatte seinen Schwerpunkt in den südbayerischen Orten Bad Bayersoien und Benediktbeuern. Dort gingen am 26. August ungewöhnlich große Hagelkörner, äh, -klumpen mit bis zu zehn Zentimetern Durchmesser nieder.

Jingle Diese Prognose ist nicht neu, beklemmend ist sie trotzdem: Jedes Kind in Deutschland müsste in den kommenden 15 Jahren zwei sogenannte Babyboomer ersetzen, die in den nächsten Jahren scharenweise in Rente gehen werden – nur dann sei, so die Ansicht von Experten, die hiesige Wirtschaft und der Sozialstaat, wie wir ihn kennen, aufrechtzuerhalten. Eine verlängerte Lebensarbeitszeit kann da ein wichtiger Baustein sein, um den Übergang zumindest etwas weniger abrupt zu gestalten.

Doch so gut die Gründe für einen späteren Rentenbeginn auch sein mögen – die persönlichen Wünsche der Arbeitnehmer spiegeln sie nicht wider. Zu diesem Fazit kommt eine repräsentative Yougov-Umfrage im Auftrag des Maklerunternehmens Aon, zu der 1.050 Angestellte zwischen 18 und 55 Jahren befragt wurden. Danach würde die große Mehrheit nicht erst mit 67 Jahren in die Rente starten, sondern vorzugsweise schon vor dem Alter von 63 Jahren – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmten.

44 Prozent der Frauen würden sich am liebsten noch vor 63 in die Rente verabschieden, für weitere 21 Prozent der Frauen wäre spätestens mit 63 Schluss. Bei den Männern sieht es kaum anders aus: 41 Prozent sagen, sie wollen vor 63 raus, weitere 17 Prozent spätestens zum 63. Geburtstag.

Nur 4 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer würden Stand heute bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze von 67 Jahren arbeiten wollen, nur jeweils 3 Prozent darüber hinaus. Erst ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von über 7.000 Euro wird der Wunsch größer, später als mit 67 Jahren in Rente zu gehen, in dieser Gruppe meinen das immerhin 12 Prozent.

Angesichts dieser desaströsen Zahlen sollten sich Unternehmen mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es gelingt, „Mitarbeitende, deren Expertise weiterhin dringend benötigt wird, auch im Alter im Unternehmen zu halten“, sagt Angelika Brandl, Partner bei Aon. Hierzu bedürfe es attraktiver Modelle und intelligenter Lösungen zur Incentivierung der älteren Mitarbeitenden zum Verbleib im Unternehmen, führt die Expertin aus. Na, da kann man nur gutes Gelingen wünschen!

Jingle Als Anleger direkt Geld in Erneuerbare Energien investieren? Das soll künftig auch beim italienischen Versicherer Generali gehen. So gab das Unternehmen in dieser Woche bekannt, auf dem billionenschweren Energiemarkt mitmischen zu wollen – und hat deshalb eine Investmenttochter gegründet. Das Unternehmen mit dem Namen Sosteneo gehört mehrheitlich der Generali Investments Holding und zu den übrigen Teilen den Partnern Umberto Tamburrino, Ivor Frischknecht, Chris Twomey und Chris Deves. Es soll hauptsächlich in Europa und der Asien-Pazifik-Region tätig sein und hat Teams in Mailand, Italien, und Sydney, Australien.

Und funktionieren soll das Ganze so: Sosteneo gehört zu jenen Unternehmen, die sogenannte Sachwertanlagen vermitteln. Denn es sammelt Geld von Investoren ein und leitet es als Eigenkapital, also direkte Beteiligungen in Infrastrukturprojekte, die erneuerbare Energie erzeugen, in erster Linie Solar- und Windenergie. Aber auch Energiezwischenspeicher und Netzwerke will man auf die Art finanzieren. Dafür will Sosteneo mit einem industriellen Netzwerk zusammenarbeiten.

Chef von Sosteneo wird der bereits erwähnte Umberto Tamburrino, der zugleich als Managing Partner und Investmentchef für Europa auftritt. Investmentchef für Asien-Pazifik ist Ivor Frischknecht.

Lass mal reden Mit Mario Münch, ING Bank Keine Frage, der Immobilienmarkt wandelt sich gerade ebenso stark wie der Markt für Immobilienkredite. Grund sind sicherlich die Zinsen. Aber auch neue Regelungen, um das Klima zu schützen, fallen kräftig ins Gewicht. Stichworte: Heizungen und energetische Sanierung. Die ING Deutschland will dem Rechnung tragen, indem sie den Vermittlern von Immobilienkrediten diverse Hilfsmittel und den Nachhaltigkeitsbeauftragten Mario Münch zur Seite stellt. Und dieser Mario Münch erklärt uns jetzt in unserem Talk-Format „Lass mal reden“, wie er helfen kann, welche Bedürfnisse er bei Hausbesitzern erkennt und wie sich eine solide Energieprognose erstellen lässt.

Das Schwerpunktthema Im September: Vergütung Volker Schmidt ist Steuerberater und Geschäftsführer der SEB Steuerberatung in Wildeshausen. Und er ist auf Finanzdienstleister spezialisiert. Und in dieser Funktion macht er auf eine interessante Sache aufmerksam: Denn für Versicherungsvermittler unterliegen manche Einkünfte nicht der Umsatzsteuer, andere aber sehr wohl. Worin unterscheiden sie sich, wie geht man damit um, und warum ist das alles so furchtbar kompliziert? Fragen wir ihn einfach mal.

Und das war es mit dieser Podcast-Folge. Verpassen Sie keine weitere und abonnieren Sie „Die Woche“ überall dort, wo es Podcasts gibt. Und hinterlassen Sie gerne auch gleich eine Bewertung.

Dann hören wir uns auch garantiert am kommenden Freitag zur 150. Podcastfolge wieder! Seien Sie gespannt, was Sie in unserer Jubiläumsfolge erwartet. Bis dahin gilt: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


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Über diesen Podcast

Jede Woche gibt es von der Redaktion des Fachmagazins und Onlineportals Pfefferminzia was auf die Ohren. Sie hören die wichtigsten Versicherungsthemen der Woche, die die Branche bewegt haben, garniert mit Trends, Tipps, Meinungen und Hintergundinfos. Schalten Sie ein – jeden Freitag neu!

von und mit Karen Schmidt, Andreas Harms

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