Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche – der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Die Woche #93 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 93 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 17. Juni 2022.

Und diese Themen haben wir heute für Sie:

  • Aufzählungs-TextWir sprachen mit den beiden Geschäftsführern der Hansekuranz Kontor, Raimund Langemeyer und Benjamin Kirchhoff, darüber, was ein Assekuradeur für Spezialrisiken, wie Entführung und Piraterie, eigentlich so macht.
  • Aufzählungs-TextIn den News der Woche geht es darum, wie sich Versicherer interessant für Bewerber machen, Risikolebensversicherungen werden immer besser, viele Deutsche wissen nicht, wie sie ihr Geld vor Inflation schützen können und das Internet bleibt der wichtigste Abschlusskanal in der Kfz-Versicherung.
  • Aufzählungs-TextUnd für unser Schwerpunktthema für den Monat Juni, „Gesundheit“, sprach der Kollege Lorenz Klein mit Mirko Theine vom Beratungsunternehmen Zeb Consulting über die Zukunft des deutschen Krankenversicherungsmarkt.

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Im Gespräch Mit Raimund Langemeyer und Benjamin Kirchhoff Was macht eigentlich ein Assekuradeur für Spezialrisiken? Die Hansekuranz Kontor GmbH aus Münster ist solch ein Spezialist. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter für Produktschutz-, Krisenschutz-, Entführung- und Lösegeld- sowie Piraterie-Risikomanagement. Das Unternehmen kommt mit nur rund zehn Angestellten aus und gehört zu 80 Prozent dem Rückversichererungsgiganten Munich Re. Die neuen Geschäftsführer der Hansekuranz, Raimund Langemeyer und Benjamin Kirchhoff, liefern uns im nun folgenden Gespräch mit dem Kollegen Lorenz Klein spannende Einblicke in ein Geschäftsmodell, in dem es häufig um harte menschliche Schicksale geht.

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**Die News der Woche ** Da macht den deutschen Autoherstellern keiner was vor: Wenn es um die Frage geht, bei welchem Konzern junge Talente in Deutschland am liebsten arbeiten würden, liegen vier Autokonzerne vorn: Audi, BMW, Porsche und Daimler beziehungsweise Mercedes-Benz.

Allerdings tauchen auch zwei Versicherer in den Top 16 auf, die das Forschungsinstitut Organomics im Rahmen der Studie „Arbeitgeberattraktivität 2022 – Anforderungen der Talente an potenzielle Arbeitgeber“ veröffentlichte: Die AOK auf Rang 8 und die Allianz auf Rang 16. Grundlage dafür war eine Liste aus 130 Arbeitgebermarken.

Für die Studie befragte Organomics rund 4.750 Schüler, Studenten und Berufstätige zwischen 16 und 45 Jahren. Und sie zeigt somit, worauf junge Leute achten, wenn sie sich einen Arbeitgeber suchen. Klar hilft es, generell bekannt und beliebt zu sein und eine starke Marke zu haben. Laut Studie geht es aber auch um konkrete Wünsche wie vernünftiger Balance zwischen Arbeit und Privatleben, sicherem Arbeitsplatz und vernünftiger Unternehmens- und Führungskultur.

An dieser Stelle ein kleiner Wink an die Personalabteilungen: Stellenanzeigen in gedruckten Medien spielen kaum noch eine Rolle. Stattdessen nehmen die Befragten vor allem Medien wie Youtube (36 Prozent) oder auch Instagram (35 Prozent) wahr. Außerdem recherchieren gerade viele junge Bewerberinnen und Bewerber gerne vorab in Mitarbeiterbewertungsportalen – denn dort finden sich nützliche Anhaltspunkte, wie zufrieden die Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber und dem beruflichen Umfeld sind beziehungsweise waren.

Vor diesem Hintergrund hat die „Zeit“ -Verlagsgruppe in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu das Arbeitgebersiegel „Most Wanted Employer“ entwickelt. Um eine Rangfolge der 1.000 beliebtesten Unternehmen zu ermitteln, wurden zahlreiche Mitarbeiterbewertungen ausgewertet. Und unter den Top 1.000, in denen sich 26 Branchen tummeln, tauchen immerhin auch 64 Versicherer und Krankenkassen auf. Am besten schneidet hier die Zurich Gruppe Deutschland ab, die branchenübergreifend auf einem respektablen Platz 51 landet, gefolgt von der Krankenkasse Pronova BKK auf Platz 60, der Mobil Krankenkasse (Platz 92) und der LV 1871 (Platz 98).

Zurich-Deutschlandchef Carsten Schildknecht kommentiert die Wahl zum beliebtesten Arbeitgeber unter den Versicherern so: Dem Anfang 2018 gestarteten kombinierten Strategie- und Kulturprogramm der Zurich Gruppe Deutschland liegt die Überzeugung zu Grunde, dass ein vertrauensvoller und wertschätzender Umgang im Unternehmen die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft ist. Das können wir nur so unterschreiben.

Jingle Gute Nachrichten für alle, die ihr Leben versichern wollen: Auf dem Markt für Risikolebensversicherungen, kurz RLV, sind Zahl und Qualität der Tarife gleichermaßen gewachsen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse herausgebracht hat. Darin bewertet es einzelne RLV-Tarife nicht etwa nach vorher festgelegten Kriterien. Den Grund formulieren die Studienautoren so: „Es ist für den Berater und Kunden wenig hilfreich zu wissen, dass ein bestimmtes Merkmal aus Kundensicht unbefriedigend ausgestaltet ist, wenn am Markt keine besseren Alternativen erhältlich sind.“

Das leuchtet ein. Und so bestimmen die Infinma-Leute im Vorfeld, welche Standards der Markt selbst gesetzt hat. Anschließend geht es darum, welche Risikoleben-Tarife diese Standards einhalten oder gar übertreffen. Das schaffen 80 von insgesamt 284 geprüften Tarifen. Dabei gilt aber: Wenn einer eine Hürde reißt, kann er das nicht mehr an anderer Stelle wieder ausgleichen.

Damit geben die Infinma-Autoren ganz nebenbei einen Einblick, was auf dem RLV-Markt derzeit üblich ist, und worauf man eher nicht zu hoffen braucht. Es geht um 19 Einzelkriterien. Als Beispiel sei Punkt 1 genommen, Vorabzahlung bei schwerer Krankheit. Es setzt sich mehr und mehr durch, dass Versicherer schon vorab zahlen, wenn feststeht, dass der Versicherte in den kommenden zwölf Monaten stirbt. Wobei zugegebenermaßen das Risiko besteht, dass der oder die Todgeweihte das Geld ausgibt und für die eigentlich Abzusichernden nichts mehr übrig bleibt. Trotzdem enthalten 147 der geprüften Tarife eine solche Klausel.

Wer genau wissen möchte, worin bei diesen Punkten die Standards liegen und wie viele Tarife sie erfüllen beziehungsweise reißen, findet diese Informationen in unseren Shownotes. Dort finden Sie auch eine komplette Übersicht über alle Tarife, die die Hürden gemeistert haben zum Download. Dabei geht es wie schon angedeutet nicht darum, welcher Tarif der absolut Beste sein soll, sondern nur welche Tarife die üblichen Standards einhalten. https://www.pfefferminzia.de/das-ist-ja-wohl-das-mindeste-diese-versicherer-bieten-risikolebensversicherungen-ueber-dem-standard/

Jingle Die Inflation trifft aktuell viele Menschen. Haben sie eine Strategie, gegen die Entwertung ihres Geldes vorzugehen? Nicht so richtig. 41 Prozent der Deutschen haben nach eigenen Angaben keine. Der Rest verfolgt unterschiedliche Pläne, um sich gegen die Inflation zu schützen.

Ein Investment in Aktienfonds liegt mit 20 Prozent zum Beispiel unter den möglichen Alternativen weit vorne, die Investition in Einzelaktien mit 11 Prozent deutlich dahinter. Weitere mögliche Optionen: 20 Prozent geben an, andere Strategien zu verfolgen, 19 Prozent bekunden, zu sparen und 11 Prozent geben an, eine Immobilie zu kaufen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Versicherers Liechtenstein Life. An der Umfrage nahmen mehr als 2.500 Menschen teil.

37 Prozent der Befragten geben weiter an, dass sie die Investition in Aktien oder Aktienfonds langfristig für den besten Schutz vor Inflation halten. 33 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt. 30 Prozent haben sich noch keine Meinung gebildet. Insbesondere die Jüngeren sind von den Chancen der Aktienmärkte überzeugt: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 49 Prozent, die eindeutig oder eher zustimmen. Männer liegen mit 47 Prozent ebenfalls deutlich über dem Durchschnittswert, Frauen mit 28 Prozent deutlich darunter.

„Die Diskrepanz zwischen der grundsätzlichen Wertschätzung für Aktien als langfristig resiliente Anlage und der Unsicherheit bei der persönlichen Absicherung gegen Wertverlust zeigt, dass hier eine erhebliche Beratungslücke besteht“, sagt Aron Veress, seit Mai 2022 Geschäftsführer von Liechtenstein Life Assurance. Passgenaue Anlagelösungen, kompetente Beratung und Begleitung bei der Gestaltung der persönlichen Vorsorge würden gerade in volatilen Zeiten zum entscheidenden Mehrwert für Versicherungsnehmer – „und damit auch zum Auftrag für unabhängige Makler und Finanzberater“, so Veress weiter.

Jingle Mit 57 Prozent bleibt das Internet der dominanteste Abschlussweg in der Kfz-Versicherung – und zwar sowohl über Anbieter-Homepages als auch über Vergleichsportale. Das hat das Marktforschungsinstitut „Heute und Morgen“ in einer Studie zur Customer Journey von Kfz-Versicherungskunden herausgefunden.

Berater sorgen hingegen nur für 39 Prozent aller Abschlüsse in der Kfz-Sparte. Laut Studie sind sie dennoch nicht zu unterschätzen. So seien sie trotzdem „besonders starke und erfolgreiche Wechseltreiber“. Und zwar ganz besonders dann, wenn Kunden ihre Beratung als „kompetent, objektiv und fair“ erleben, heißt es weiter.

Wenn Kfz-Versicherte darüber nachdenken, ihren Anbieter zu wechseln, liegt es in acht von zehn Fällen am Preis. Andere Gründe, wie Unzufriedenheit mit dem Service des bisherigen Anbieters, spielen demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle. Wer sich bereits über einen Wechsel informiert, greift in 85 Prozent der Fälle auf das Internet zurück. Eine zentrale Rolle spielen dabei Vergleichsportale – gegenüber den Vorjahren jedoch mit rückläufiger Tendenz. Außerdem berücksichtigen die Wechselinteressierten auf ihrer Suche laut Studie mehr Anbieter als noch in den Vorjahren. Und: Mehr als jeder Dritte holt in der Informationsphase aktiv Angebote bei Versicherern ein.

Wer nun noch einen Schritt weiter geht, rutscht in die Entscheidungsphase. Wie die Studie zeigt, nutzen die Verbraucher hier seltener persönliche Beratungsgespräche. „Zugleich bleiben die Berater aber ein starker Wechseltreiber“, ergänzen die Autoren an dieser Stelle. Denn: Kundenreisen, die ausschließlich über das Internet verlaufen, führen vergleichsweise seltener zu Abschlüssen. „Das Internet kann teilweise also auch ein Wechsel-Hemmer sein“, heißt es im Studienpapier.

Dem zum Trotz ist in der Abschlussphase mit 57 Prozent erneut das Internet das Top-Medium – insbesondere über Vergleichsportale und Anbieter-Homepages. Verglichen mit den rasanten Zuwachszahlen an Online-Abschlüssen bis vor 2015, stagniert dieser Trend aktuell auf hohem Niveau. Mehr als jeder dritte Kfz-Wechsler schließt hingegen weiterhin bei Beratern einen neuen Vertrag ab.

Das Schwerpunktthema Im Juni: Gesundheit Nicht zuletzt die Pandemie hatte deutlich gemacht, dass Deutschland großen Nachholbedarf hat, was die Digitalisierung des Gesundheitssystems anbelangt. In anderen europäischen Ländern ist beispielsweise ein digitaler Impfpass bereits Realität – und in Deutschland? Naja. Dabei möchten immer mehr Patientinnen und Patienten zum Beispiel einen Arzt auch per Videosprechstunde konsultieren können. Und generell wächst bei vielen Menschen das Bewusstsein, mithilfe von Smartwatches und Fitnessarmbändern selbst etwas für die persönliche Gesundheit tun zu können. Doch inwieweit schaffen es die privaten Krankenversicherer vor diesem Hintergrund, sich vom reinen Kostenerstatter zu einem umfassenden Gesundheitsdienstleister zu wandeln? Einem Dienstleister, der seinen Kunden in jeder Situation zur Seite steht – also bei Krankheit, Genesung und Gesunderhaltung? Antworten darauf liefert uns jetzt Mirko Theine, Senior Manager bei der Managementberatung Zeb Consulting, im Gespräch mit Lorenz Klein.

Und damit sind wir mit Podcast-Folge Nummer 93 durch. Wir hoffen, Sie hat Ihnen gefallen. Geben Sie uns gerne Feedback unter redaktion@pfefferminzia.de.

Bis dahin gilt: Bleiben Sie optimistisch, genießen Sie das Wochenende und kommen Sie gut in die neue Woche.


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von und mit Karen Schmidt, Lorenz Klein, Andreas Harms, Matthias Heß

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